Lage in Somalia wird immer schlimmer

UNO: Lage in Somalia wird immer dramatischer

publiziert: Sonntag, 31. Jul 2011 / 18:51 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 31. Jul 2011 / 19:12 Uhr
Mehr als zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti brauchen dringend Hilfe.
Mehr als zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti brauchen dringend Hilfe.

New York - Die Situation in den Hungergebieten Ostafrikas wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen mit jedem Tag dramatischer. Heftige Regenfälle verschlimmerten die Lage zehntausender hungernder Flüchtlinge in Somalia am Wochenende weiter.

6 Meldungen im Zusammenhang
In der Hauptstadt Mogadischu gingen am Wochenende schwere Niederschläge nieder, denen die provisorischen Hütten der Flüchtlinge kaum standhielten.

Die Bewohner sassen die Nacht über durchnässt in der Kälte. Wegen der Dürre in der Region ist Regen zwar bitter nötig, die Wucht der Niederschläge zerstörte aber viele Unterkünfte.

Millionen von Menschen in Not

«Mehr als zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti brauchen dringend Hilfe. Und die Zahl wächst täglich», sagte die UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos am Sonntag in New York.

«Die Zukunft einer ganzen Generation steht auf dem Spiel. Ausmass und Schwere machen die Krise in Somalia zur mit Abstand grössten Hungerkatastrophe auf der Welt. Zehntausende Menschen sind schon gestorben und Hunderttausenden droht der Hungertod», sagte die Britin.

Bürgerkrieg verhindert Hilfe

Die ständigen Kämpfe seien ein grosses Hindernis für die Helfer. «Wir müssen die Leute aber da erreichen, wo sie sind, und das ohne Verzögerung», sagte Amos.

Trotz Hilfe per Lastwagen und aus der Luft mit Nahrung und Wasser seien grosse Gebiete im Süden Somalias komplett abgeschnitten. «Wir fordern von allen Parteien ungehinderten Zugang. Unser alleiniges Ziel ist es, Leben zu retten.»

Die Versorgung der Flüchtlinge werde immer schwieriger. «Jeden Tag erreichen Tausende Menschen die Flüchtlingslager in Äthiopien und Kenia. Wir brauchen Unterkünfte, Wasser und sanitäre Einrichtungen. So müssen wir auch den Druck auf die Gastländer verringern, die selbst unter der Dürre leiden.»

Die UNO-Mitglieder hätten zwar mehr als eine Milliarde Dollar Soforthilfe versprochen, es fehle aber noch eine weitere Milliarde. Das Geld werde dringend gebraucht, sagte Amos. «Jeder Tag kann den Unterschied machen zwischen Leben und Tod.»

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mogadischu - Nur einen Tag nach dem Start der Luftbrücke der UNO für Hungernde in Somalia sind bei Kämpfen in der Hauptstadt Mogadischu mindestens 6 Menschen getötet worden. 19 Personen seien verletzt worden, teilte ein Behördensprecher mit. mehr lesen 
Brüssel - Die UNO hat am Mittwochnachmittag ihre Luftbrücke zur Lieferung von Nahrungsmitteln in das dürregeplagte Somalia gestartet. Zunächst sei ein Flugzeug mit zehn Tonnen Nothilfegütern an Bord nach Mogadischu unterwegs, erklärte das Welternährungsprogramm (WFP). mehr lesen  6
Addis Abeba - Während der Vorbereitung einer Luftbrücke für Hungerleidende in ... mehr lesen
Eine somalische Frau rennt durch die Milizaufsicht zum Nahrungslager.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren sucht die Region heim.
Rom - Nach der schwersten Dürre seit 60 Jahren leiden die Menschen am Horn von Afrika an einer Hungersnot. Zehntausende starben bereits, über eine halbe Million Kinder ist vom ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien ...
Publinews Während die Politiker über Klimaschutz reden, nehmen sie selbst immer noch an vielen Flugreisen teil, was zu einer hohen CO2-Belastung führt. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die CO2-Sünden der Staatschefs. mehr lesen  
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen ... mehr lesen
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 4°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Basel 3°C 5°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
St. Gallen 1°C 3°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
Bern 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Luzern 3°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt Hochnebel
Genf 3°C 6°C bedecktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Lugano 6°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten