UNO-Mitarbeiter in Kongo: Massaker nehmen schreckliches Ausmass an

publiziert: Donnerstag, 22. Mai 2003 / 10:10 Uhr

Bunia - Das Ausmass der Kämpfe zwischen den verfeindeten Volksgruppen der Hema und der Lendu im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist grösser als bisher angenommen. Nach UNO-Angaben wurden seit dem 4. Mai in Bunia mehr als 310 Tote geborgen.

Mitarbeiter des IKRK bergen eine Leiche in einem Feld nahe der Stadt Bunia.
Mitarbeiter des IKRK bergen eine Leiche in einem Feld nahe der Stadt Bunia.
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Wie eine Mitarbeiterin der UNO-Blauhelmmission in Kongo (MONUC) mitteilte, wurden inzwischen in der Stadt weitere sieben Leichen gefunden. Ausserdem sei etwas ausserhalb von Bunia ein Massengrab mit vermutlich etwa 30 Leichen entdeckt worden. Bei den Opfern handelt es sich nach UNO-Angaben überwiegend um Zivilisten.

Die meisten der etwa 350 000 Einwohner von Bunia sind auf der Flucht, nachdem sich verfeindete Milizen dort schwere Kämpfe geliefert hatten. Die Rebellen der von den Hema dominierten Gruppe Union Kongolesischer Patrioten (UPC) hatten die Stadt Bunia am 12. Mai nach heftigen Kämpfen mit den Lendu-Milizen erobert.

Ungeachtet eines im vergangenen Dezember geschlossenen Friedensabkommens gehen die Kämpfe rivalisierender Ethnien und Rebellengruppen im Nordosten des afrikanischen Landes weiter.

Das Nachbarland Ruanda unterstützt angeblich immer noch die grösste Rebellenorganisation Kongolesische Sammlungsbewegung für die Demokratie (RCD) und die Hema, während Uganda auf der Seite der Lendu steht. Die beiden Länder haben nach jahrelanger Truppenpräsenz in Kongo nach eigenen Angaben in der Folge des Friedensabkommens ihre Soldaten weitgehend zurückgezogen.

Die seit sechs Jahren andauernden Kämpfe in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der UNO mit rund 2,5 Millionen Todesopfern die schlimmste kriegerische Auseinandersetzung der Gegenwart.

(bsk/sda)

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