UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft
publiziert: Freitag, 12. Sep 2003 / 07:59 Uhr

Genf - Ab nächsten Montag treffen sich über 1500 Delegierte in Genf für die letzte Vorbereitungskonferenz des UNO-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft.

Ab 2005 sollen weltweit alle Universitäten ans Internet angeschlossen sein.
Ab 2005 sollen weltweit alle Universitäten ans Internet angeschlossen sein.
Für die Schweiz als Organisatorin des Gipfels sind diese zwei Wochen entscheidend.

Die Delegierten sollen bis zum 26. September die Grundsatzerklärung und den Aktionsplan fertigstellen, der dann am Gipfel den Staats- und Regierungschefs vom 10. bis zum 12. Dezember vorgelegt werden soll. Das Hauptziel des Treffens ist die Überwindung des digitalen Graben auf der Welt.

Für die Schweiz steht viel auf dem Spiel: Sie organisiert zum ersten Mal auf einheimischem Land einen UNO-Gipfel. Ein zweiter Gipfel im Dezember 2005 in Tunis soll die Fortsetzung des Prozesses gewährleisten.

Druck aufrecht erhalten

Bundesrat Moritz Leuenberger wird die Vorbereitungskonferenz am Montag im Centre International de Conférences de Genève (CICG) eröffnen. Die Schweizer Delegation wird von dem Direktor der Bundesamtes für Kommunikation, Marc Furrer, geleitet.

"Die Schweiz will den Druck aufrecht erhalten, damit die Delegierten der 190 Länder einen Aktionsplan mit konkreten Massnahmen verabschieden", sagte Daniel Stauffacher, der Delegierte des Bundesrates für den Gipfel gegenüber der Nachrichtenagentur sda. "Wir geben uns nicht mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zufrieden".

Es bleibe jedoch viel Arbeit zu tun, vor allem bei der Ausarbeitung eines Fahrplans für die Umsetzung bestimmter Massnahmen.

Es sei zum Beispiel vorgesehen, dass bis 2005 alle Universitäten und Spitäler der Welt Zugang zur Informationstechnologie hätten.

Bis jetzt haben sich rund 40 Staats- und Regierungschefs für den UNO-Gipfel angemeldet. 5000 bis 7000 Delegierte der Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft werden erwartet.

(Blaise Lempen/sda)

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