UNO lehnt Antrag Libyens auf Aufteilung der Schweiz ab
publiziert: Donnerstag, 3. Sep 2009 / 20:43 Uhr / aktualisiert: Freitag, 4. Sep 2009 / 11:09 Uhr

Bern - Ein Antrag Libyens, im Rahmen der kommenden UNO-Generalversammlung die Aufteilung der Schweiz auf ihre Nachbarländer zu diskutieren, ist nach Angaben von UNO-Sprecher Farhan Haq schon vor Wochen abgelehnt worden.

Dass sich die UNO überhaupt mit so einem Antrag befassen muss. Bild: Hauptsitz in New York.
Dass sich die UNO überhaupt mit so einem Antrag befassen muss. Bild: Hauptsitz in New York.
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Haq sagte der Nachrichtenagentur SDA in New York, Libyen habe einen solchen Programmpunkt vor etwa einem Monat tatsächlich einbringen wollen.

Da eine solche Forderung aber den Grundsätzen der UNO-Charta zuwider laufe, sei sie vom zuständigen Komitee für die Planung des Programmes der Generalversammlung sofort abgelehnt worden.

Kein UNO-Mitglied dürfe die Existenz oder die Souveränität eines anderen Mitgliedes bedrohen, sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Der Text habe deshalb keine Aufnahme gefunden und sei nicht als UNO-Dokument zirkuliert oder veröffentlicht worden.

Libyen übernimmt UNO-Vorsitz

Libyen übernimmt am 15. September für ein Jahr den Vorsitz der UNO- Generalversammlung. Neuer Präsident wird der ehemalige libysche Aussenminister Ali Abdessalam Triki. Die libysche UNO-Vertretung in New York beantwortete wiederholte Anfragen der SDA nicht.

Die definitive Tagesordnung wird vor der Eröffnung der 64. Generalversammlung von einem 27-köpfigen Komitee festgesetzt, dem auch die fünf Vetomächte angehören. Letzte Änderungen sind noch bis zwei Tage vor Beginn der Versammlung möglich.

Nach Einschätzung von Haq ist es aber höchst unwahrscheinlich, dass der libysche Antrag noch in irgendeiner Form Eingang ins Programm finden könnte.

Knigge-Kurs für Gaddafi

Muammar Gaddafi will erstmals seit 40 Jahren an der UNO-Generaldebatte, die am 23. September beginnt, teilnehmen. Die amerikanische Botschafterin Susan Rice rief das libysche Staatsoberhaupt dazu auf, sich zu benehmen, wenn er nach New York komme.

Nach dem Empfang, den Libyen dem Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi bereitete, bewege sich Gaddafi in den USA auf dünnem Eis, sagte Rice.

Sie berichtete zudem, Tripolis habe versichert, Gaddafi werde in New York nicht in einem Zelt übernachten. Das exzentrische Staatsoberhaupt pflegt üblicherweise auf Reisen sein eigenes Beduinenzelt mitzubringen.

(ht/sda)

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Ja, es scheint, dass auch diese Organisation ...
... bereits der Vergangenheit angehört und immer mehr und mehr in die Unglaubwürdigkeit abfällt ... Vielleicht, dass Kofi Anan hier noch etwas einbringen kann, was (selbstverständlicherweise ...) unser Finanzminister nicht anzubieten hat!
unglaublich
Kaum zu galuben, dass eine solcher Schurkenstaat, der zwei Geiseln aus der Schweiz festhält in der UNO den Vorsitz für ein Jahr übernehmen darf, Dies ist eine Ohrfeige für jeden Menschen, der an Demokratie, Recht und Ordung glaubt. Hauptsache man besitzt Ölvorkommen, dann ist jedes Mittel erlaubt, von Mord bis Entführung. Ich schäme mich für die UNO, die ich nur noch als (Unerhörte Nonsens Organisation) bezeichnen werde.
Dabei wären wir
so günstig zu einem Europa-Pass gekommen!
da fällt einem ein Stein vom Herzen
war schon darauf gefaßt einen italienischen Paß beantragen zu müssen.
Auch ein bißchen schade, entgeht doch der Weltgemeinschaft durch die Zurückweisung des Antrags eine vergnügliche Auseinandersetzung, der Presse nicht weniger vergnügliche Stories, der Schweiz selbst entgeht unbezifferbare, weltweite Publicity.
.
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