UNO ruft USA und Irak zu Untersuchung von Wikileaks-Vorwürfen auf

publiziert: Mittwoch, 27. Okt 2010 / 13:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Okt 2010 / 18:13 Uhr
Die Anschuldigungen von Folter und Mord müssten untersucht werden, erklärte Navi Pillay.
Die Anschuldigungen von Folter und Mord müssten untersucht werden, erklärte Navi Pillay.

Washington - Nach der Veröffentlichung von Dokumenten aus dem Irakkrieg durch die Internetplattform Wikilieaks ruft die UNO die USA und den Irak zum Handeln auf. Die Anschuldigungen von Folter und Mord müssten untersucht werden, erklärte UNO-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay.

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Sie schrieb am Dienstag auf der Internetseite der UNO, laut den Publikationen hätten die USA über die weit verbreitete Folter und Hinrichtungen von Häftlingen durch das irakische Militär gewusst. Dennoch hätten sie noch 2009 und 2010 Tausende Gefangene an die Iraker überstellt.

Pillay bezog sich dabei auf die fast 400'000 US-Dokumente über den Irakkrieg, die Wikileaks am Wochenende im Internet veröffentlicht hatte. Die Papiere deuten nach Ansicht von Pillay auf einen ernsthaften Bruch des internationalen Menschenrechts hin und darauf, dass eine grosse Zahl von Zivilisten kurzerhand hingerichtet worden sei.

Innerirakische Angelegenheit

Die US-Regierung hatten die Berichte über Gräueltaten als innerirakische Angelegenheit bezeichnet. Wenn Ermittlungen infolge der Wikileaks-Enthüllungen nötig seien, dann müsse zuallererst die irakische Führung untersuchen, «wie sie ihre eigenen Zivilisten behandelt hat», sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums am Montag.

Nach Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums könnte Wikileaks über weitere bisher unveröffentlichte Geheimdokumente der US-Regierung verfügen. «Wir glauben, dass sie weitere Papiere haben», sagte ein Sprecher des Pentagons in Washington.

Über den möglichen Inhalt der Unterlagen und die Staaten, um die es darin gehen könnte, machte er keine Angaben. Die Internetplattform hatte bereits zuvor angekündigt, im Besitz von weiteren 15'000 Dokumenten über den Krieg in Afghanistan zu sein.

(ade/sda)

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