UNO sucht Milliarden für Nahrungsmittelhilfe
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 15:15 Uhr

Bern - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat in Bern ein Sofortprogramm zur Überwindung der Nahrungsmittelkrise angekündigt. Mit der Schaffung einer Task Force unter Einbezug von IWF, Weltbank und Welthandelsorganisation soll ein ganzheitlicher Ansatz versucht werden.

Ban Ki Moon am Dienstag in Bern.
Ban Ki Moon am Dienstag in Bern.
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Zunächst will die UNO so schnell wie möglich 2,5 Milliarden Dollar für Nahrungsmittelhilfe bereitstellen. Das gab Ban nach seinem Treffen mit den Chefs von 27 UNO-Organisationen weiter bekannt.

Erstes Ziel der UNO sei es, den Hunger zu bekämpfen, sagte Ban. Deshalb ergehe an die internationale Gemeinschaft der Appell, 755 Millionen Dollar in das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) einzuschiessen. Die Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) ersuche dringend um 1,7 Milliarden Dollar für die ärmsten Länder.

Die oberste Koordinationsbehörde der UNO, das Chief Executives Board (CEB), beschloss an ihrem Treffen am Sitz des Weltpostvereins in Bern, eine «Task Force on the Global Food Crisis» einzusetzen. Diese Gruppe unter Leitung von Ban Ki Moon soll die Aktivitäten der UNO-Programme und der Weltbank bündeln.

Afrika am stärksten betroffen

Die Massnahmen sind kurz-, mittel- und langfristig angelegt. Im Zentrum steht Afrika, das am stärksten betroffen ist. Dort müsse das Versprechen einer «Grünen Revolution» eingelöst werden.

Die dramatische Erhöhung der Nahrungsmittelpreise stelle eine beispiellose Herausforderung für die Weltgemeinschaft dar, sagte Ban Ki Moon. Es handle sich um eine komplexe Krise mit vielen Ursachen: fehlende Investitionen in die Landwirtschaft, höhere Energiepreise, Agrarsubventionen, Spekulation, gestiegene Nachfrage nach Nahrungsmitteln, schlechtes Wetter, Hamstern und Panikkäufe.

WFP-Direktorin Josette Sheeran zufolge braucht das Welternährungsprogramm dieses Jahr 3,1 Milliarden Dollar zur Finanzierung seiner Vorhaben. Von den noch fehlenden 755 Millionen Dollar seien erst 62 Prozent zugesichert.

(ht/sda)

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