US-Beamter tritt wegen Blackwater-Affäre zurück

publiziert: Samstag, 8. Dez 2007 / 08:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 8. Dez 2007 / 08:35 Uhr

Washington - Ein ranghoher US-Beamter ist wegen der Affäre um die Sicherheitsfirma Blackwater zurückgetreten. Der Generalinspektor im US-Aussenministerium, Howard Krongard, reichte sein Rücktrittsgesuch bei US-Präsident George W. Bush ein.

Howard Krongards Bruder ist bei Blackwater als Berater tätig.
Howard Krongards Bruder ist bei Blackwater als Berater tätig.
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In dem dreiseitigen Schreiben äussert sich Krongard besorgt über den «Hass und das Misstrauen» zwischen den politischen Parteien, dem Parlament und der Regierung in Washington sowie die «strukturellen und konzeptionellen Mängel» seiner Position. Er will seine Stelle zum 15. Januar 2008 aufgeben.

Krongard war von oppositionellen Politikern und ehemaligen Mitarbeitern des Aussenministeriums vorgeworfen worden, die Untersuchungen über angebliche Verfehlungen von Blackwater verhindert zu haben.

Zudem war bekannt geworden, dass sein Bruder, Buzzy Krongard, als Berater bei Blackwater tätig war.

Bessere Überwachung

Wachleute von Blackwater hatten Mitte September im Irak nach Erkenntnissen der US-Behörden bei einem Einsatz ohne Not mehr als ein Dutzend Zivilisten getötet.

Die Mitarbeiter der US-Firma selbst gaben an, sie seien angegriffen worden und hätten sich selbst verteidigt.

Das US-Aussenministerium hatte als Konsequenz aus dem Vorfall umgehend angekündigt, von der US-Regierung angeheuerte Sicherheitsunternehmen in Krisenregionen künftig besser überwachen zu wollen.

(rr/sda)

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