Olympia - News: Eishockey
US-Eishockeyteam bot auch den Russen paroli
publiziert: Sonntag, 17. Feb 2002 / 19:01 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Feb 2002 / 19:28 Uhr

Salt Lake City - Mit einer hochstehenden Partie zwischen den USA und Russland (2:2) und einer Abfuhr für die Kanadier gegen Schweden (2:5) begann das Olympia-Turnier für die nordamerikanischen Teams völlig unterschiedlich.

Die USA, die seit 1932 und einem 1:2 n.V. gegen Kanada auf eigenem Olympia-Eis ungeschlagen sind, haben vor dem Remis gegen Russland schon Finnland vom Eis gearbeitet (6:0) und nun beste Aussichten, die Vorrundengruppe A zu gewinnen.

Im ersten Länderspiel zwischen den USA und Russland seit dem «Wunder von Lake Placid 1980» ging es noch nicht um Medaillen, was aber gut war. Denn sonst hätte es einen Verlierer geben müssen, und diese Partie verdiente keinen. Die Amerikaner überzeugten nach dem Finnland-Spiel erneut -- und wurden von den Russen trotzdem mit Ausnahme der ersten fünf und der letzten zehn Minuten dominiert. «Das war ein hartes Spiel. Eine lange Zeit lang liefen wir wie auf Felgen. Die Russen waren unglaublich stark. Aber wir hatten das Glück, dass wir einen sehr, sehr starken Torhüter hatten», meinte Herb Brooks, der amerikanische Headcoach.

Tatsächlich war die russische Equipe gegenüber der überheblichen Leistung gegen Weissrussland (6:4) nicht mehr wiederzuerkennen. «Gegen die USA spielten wir russisches Eishockey, und das zahlte sich aus», so Russland-Coach Slawa Fetisow, «es war ein grossartiges Spiel.»

Die USA dürften nun die Vorrundengruppe A gewinnen. Die Amerikaner und Russen haben zwar beide drei Punkte aus zwei Spielen geholt, die USA verfügen dank dem 6:0 gegen Finnland aber über das klar bessere Torverhältnis als Russland und dürfen noch gegen Weissrussland spielen, das am Samstag von den Finnen 1:8 deklassiert wurde.

Deutlich weniger rosig läufts den Kanadiern. Kanada-Manager Wayne Gretzky konnte in seiner Loge bloss den Kopf schütteln ob der disaströsen Leistung seines Teams gegen Schweden -- und mit Gretzky wunderte sich das ganze Eishockey-Mutterland. Aus einem an sich bedeutungslosen Startspiel entwickelte sich ein Schock. «Das war eine Lektion für uns, die wir nun rassig kapieren müssen», sagte Kanadas Coach Pat Quinn (Toronto). «Wir haben gewaltig eins an den Deckel bekommen. Wenn wir die Lektion nicht lernen, werden wir nächsten Donnerstag nach den Viertelfinals wieder heimfliegen können.»

Innerhalb von zehn Minuten machten die Schweden im zweiten Drittel aus einem 1:1 ein 5:1. Mats Sundin von den Toronto Maple Leafs war mit zwei Toren und einem Assist der Offensivleader, wobei im kanadischen Tor mit Curtis Joseph ein Toronto-Teamkollege von Sundin stand.

Den Kanadiern, die in Nagano nur Vierte wurden, droht in Salt Lake City sogar ein noch schlechteres Abschneiden. In der ersten Panik wurden vor dem Spiel gegen Deutschland (in der Nacht auf Montag) der Torhüter (Brodeur für Joseph) und sämtliche Sturm- und Abwehrreihen umformiert. Coach Quinn hat das Problem erkannt: «Wir haben ausserordentlich viele Offensivstars in unserem Team. Wenn wir Erfolg haben wollen, müssen diese Spieler auch defensive Arbeit verrichten, die im Klub von ihnen gar nicht verlangt wird.»

Es scheint, als hätten die USA mit mehr Weitsicht selektioniert. Auch in der USA-Selection wimmelt es zwar von Stars, aber Herb Brooks hat auch auf Akteure wie Bill Guerin, Chris Drury, Adam Deadmarsh, Scott Young und Mike York zurückgegriffen, welche defensive Schwerarbeiter sind.

(kil/sda)

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