US-Misshandlungsfotos werden nicht veröffentlicht
publiziert: Mittwoch, 13. Mai 2009 / 23:54 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Mai 2009 / 00:39 Uhr

Washington - US-Präsident Barack Obama hat sich entgegen früherer Äusserungen gegen die Veröffentlichung von Fotos entschieden, die die Misshandlung von Terrorverdächtigen zeigen. Dies teilte das US-Präsidialamt mit.

Obama will die US-Streitkräfte nicht in Gefahr bringen. (Archivbild)
Obama will die US-Streitkräfte nicht in Gefahr bringen. (Archivbild)
10 Meldungen im Zusammenhang
Die Veröffentlichung dieser Bilder könnte nach Einschätzung Obamas die US-Streitkräfte in Gefahr bringen und die Einsätze der Amerikaner im Irak und Afghanistan erschweren, hiess es. Die US-Regierung hatte im vergangenen Monat zugesagt, den Weisungen eines Gerichts zu folgen und die Fotos zu veröffentlichen.

Obama habe seinen Rechtsberatern in der vergangenen Woche gesagt, dass er sich mit der Veröffentlichung der Fotos nicht wohlfühle. Er könne aber in keiner Weise das Verhalten derjenigen entschuldigen, die die brutalen Verhörmethoden angewendet hätten, hiess es weiter.

Im April hatte Obama gegen den Willen der CIA interne Papiere über umstrittene Verhörmethoden veröffentlicht, die unter Obamas Vorgänger George W. Bush angewendet wurden. Darunter ist auch das sogenannte Waterboarding, bei der der Gefolterte zu ertrinken glaubt.

Obama hat diese Praxis verboten, gleichzeitig aber eine Bestrafung der Folterer ausgeschlossen. Dies hatte ihm harsche Kritik von Menschenrechtsgruppen eingebracht. Das Waterboarding wurde zum Sinnbild für US-Exzesse in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Britische Soldaten sollen im Irak systematisch gefoltert haben. Das ... mehr lesen
Folter durch britische Soldaten in irakischem Gefängnis.
Die brutalen CIA-Verhörmethoden in der Regierungszeit von US-Präsident George W. Bush werden strafrechtlich verfolgt.
Washington - Erstmals werden die brutalen CIA-Verhörmethoden in der Regierungszeit von US-Präsident George W. Bush strafrechtlich verfolgt. Zunächst wird in einem Dutzend Fällen gegen Mitarbeiter ... mehr lesen
Washington - Die US-Regierung plant laut einem Zeitungsbericht die Einsetzung einer ... mehr lesen
Künftig sollen Spezialisten der Geheimdienste und anderer US-Sicherheitsbehörden Befragungen von Terrorverdächtigen durchführen. (Symbolbild)
US-Präsident Barack Obama hat ... mehr lesen
Obama wirbt für legale Verfahren.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rückt Barack Obama von seinen eigenen Reformvorhaben ab? (Archivbild)
Washington - Das Festhalten von ... mehr lesen
Ex-Vize-Präsident Dick Cheney verteidigte am Sonntag erneut die umstrittenen Verhörmethoden.
Washington - Der US-Geheimdienst CIA durfte Terrorverdächtigte unter der Bush-Regierung laut einem Pressebericht bis zu elf Tage lang per Schlafentzug wach halten. Die tagelange ... mehr lesen
New York - US-Präsident Barack Obama lässt die Tür für eine Strafverfolgung der ... mehr lesen
Cheney war Vizepräsident der Bush-Regierung, welche die Verhörmethoden genehmigte.
Ausschnitt aus dem Amnesty-Film «Stuff of Life».
New York - Der US-Geheimdienst CIA ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 15°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Basel 15°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 12°C 15°C bedeckt mit Gewitternleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt recht sonnig
Bern 14°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern 14°C 17°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Genf 15°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 19°C 22°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten