US-Regierung kündigt neues Bohrverbot an
publiziert: Mittwoch, 23. Jun 2010 / 08:04 Uhr
Obama will nach dem Gerichtsurteil ein neues Bohr-Moratorium.
Obama will nach dem Gerichtsurteil ein neues Bohr-Moratorium.

Washington - Die US-Regierung besteht auf einem Verbot von Tiefsee-Bohrungen im Golf von Mexiko. Nur Stunden nachdem ein US-Gericht das Verbot von Tiefsee-Bohrungen für nichtig erklärt hatte, kündigte das Innenministerium in Washington ein neues Moratorium an.

6 Meldungen im Zusammenhang
Wie die «New York Times» berichtet, will Innenminister Ken Salazar binnen Tagen eine neue Anordnung auf den Weg bringen. Diese werde die Gründe für das Verbot ausführlicher darlegen.

Damit reagiert das Innenministerium auf die Begründung des Gerichts. Das bisherige wegen der Ölpest verfügte sechsmonatige Moratorium sei rechtlich nicht ausreichend begründet und zu umfassend, hatte Bundesrichter Martin Feldman am Dienstag in New Orleans (Louisiana) erklärt.

Der Richter gab damit dem Antrag mehrerer Öl-Firmen statt, die den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Bohrstopp forderten.

Bohrvorhaben gestoppt

US-Präsident Barack Obama hatte Ende Mai unter dem Eindruck der Öl-Katastrophe neue und auch bereits genehmigte Bohrvorhaben in Gewässern tiefer als 150 Meter für sechs Monate stoppen lassen. Bis dahin soll eine spezielle Kommission die Ursachen für das Sinken der BP-Bohrinsel «Deepwater Horizon» ermitteln und Konsequenzen aus dem Unglück vorschlagen.

Die Kläger befürchten, durch die halbjährige Zwangspause massive Einbussen zu erleiden. Sie argumentieren, die Regierung habe keine Beweise dafür, dass die zum Teil schon lange vor dem Moratorium begonnenen Bohrungen eine Bedrohung für den Golf darstellten.

Arbeitsplätze in Gefahr

Tausende Arbeitsplätze in der Region seien in Gefahr. Auch führende Regionalpolitiker hatten sich gegen das Moratorium ausgesprochen.

Der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, meinte dagegen, es sei für alle Beteiligten gefährlich, die Bohrungen in diesen Tiefen fortzusetzen, wenn nicht klar sei, was die Katastrophe im Golf von Mexiko ausgelöst habe. «Die Sicherheit für die Umwelt wäre in Gefahr und der Präsident glaubt nicht, dass wir uns das derzeit leisten können.»

(ade/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New Orleans - Die US-Regierung ... mehr lesen
President Barack Obama und der Gouverneur von Florida Charlie Crist spazieren am Strand bei der Pensacola Gulf Pier in Pensacola.
Die Ölplattform Brutus 2 von Shell. (Symbolbild)
Houston - Der Energiekonzern Shell ... mehr lesen
Schwerer Schlag für Barack Obama.
New Orleans - Ein US-Gericht hat den von US-Präsident Barack Obama verhängten Öl-Bohrstopp im Golf von Mexiko aufgehoben. Das sechsmonatige Moratorium, mit dem Obama auf die Ölkatastrophe im Golf ... mehr lesen
Washington - Die US-Regierung hat ... mehr lesen
Die Obama-Regierung schickt BP die dritte Millionen-Rechnung im Wert von 51,4 Millionen Dollar.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Ölfirmen und Zulieferer rechnen mit hohen Einbussen.
Washington - Im Kampf gegen die ... mehr lesen
Sarah Palin
ist hoffentlich dumm genug, dass selbst die bescheuerten Amis Obama als das kleinere Übel ansehen. Man weiss allerdings tatsächlich nie.

Es ist schon kurios: Einer fängt einen Krieg an und gewinnt an Popularität, obwohl sich herausstellt, dass die Aktion mangelhaft geplant und der Angriffsgrund eine Fälschung war. Ein anderer kämpft gegen eine nun einmal eingetretene Katastrophe, die niemand angeordnet hat und versucht nach Kräften das Problem nicht nur oberflächlich zu lösen und daraus wird ihm dann auch noch ein Strick gedreht.
Drill Baby Drill
Don Obama Quichote hat all die richtigen Ideen und Visionen. Er will das Richtige, er macht das Richtige. Alles was er anfasst verspricht Nachhaltigkeit.

Moment...

Leider nützt das alles nichts, denn Obama wird in 2 Jahren im Herbst abgelöst werden von einem Republikaner.
Leider muss ich bei aller Sympathie für die USA sagen, dass dieses Volk vor Dummheit strotzt wenn es um seine eigene Zukunft geht.
Die Amis sind fähig und werden Obama abwählen, wir dürfen von der Öl-Lobby Milliarden erwarten für den Wahlkampf.
Mein schlimmster Albtraum ist, dass die freie Welt dann von Sarah "Drill Baby Drill" Palin regiert wird.
Vernünftig !
Wann kommen die Oelfirmen endlich zur Vernunft ? Schutz des Meeres, der Umwelt, der Natur, der Tierwelt usw. hat Priorität, nicht rein ökonomische Interessen und Milliarden-Profitabilität !
Es ist höchste Zeit zum Aufbruch zur Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien, anstelle von ausgehendem Oel und Gas. Wäre nicht die Prüfung und Entwicklung folgender Idee sinnvoll :„Die Sonne allein wäre in der Lage, die ganze Welt mit genügend umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Ueber alle Kontinente hinweg gibt es abwechslungsweise zu jeder Zeit Regionen, wo sie scheint. Vorausgesetzt wäre, dass Wissenschaft, Technik sowie Weltwirtschaft in der Lage wären : 1. Ueber die Nutzung der Sonnenenergie in weltweit z. B. über nördlich und südlich des Equators verteilten Solarkraftwerken lückenlos und rationnell elektrischen Strom zu erzeugen. 2. Diesen über weite Strecken durch die Meere, unterirdisch, bodennah oder überirdisch (im Weltall) so zu transportieren, dass er jederzeit überall verfügbar wäre. 3. Den Strom wirtschaftlich zu verwalten und ungehindert durch nationalen Grenzen zu verteilen.“ Eine Utopie ?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
Schon wieder ein Vorfall am Weissen Haus.
USA  Washington - Ein Metallteil, das über den Zaun des Weissen Hauses in Washington geworfen wurde, hat vorübergehend einen Alarm in der Residenz des US-Präsidenten ausgelöst. mehr lesen 
Achtens Asien Mit seinem Besuch in Vietnam hat US-Präsident Obama seine seit acht Jahren verfolgte Asienpolitik abgerundet. Die einstigen Todfeinde USA und Vietnam sind, wenn auch noch ... mehr lesen  
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich -1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 0°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen -2°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern -5°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern -2°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 0°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten