US-Soldaten töten bei Angriff 27 Iraker
publiziert: Freitag, 13. Jun 2003 / 13:55 Uhr

Bagdad - US-Soldaten haben nördlich von Bagdad 27 Iraker getötet. Nach Angaben des US-Zentralkommandos hatte eine Gruppe irakischer Angreifer mit Panzerfäusten das Feuer auf eine Panzerpatrouille in der Ortschaft Balad eröffnet.

Der Strassenkampf im Irak geht weiter.
Der Strassenkampf im Irak geht weiter.
Die Soldaten hätten daraufhin mit ihren Panzerkanonen das Feuer erwidert und vier der Angreifer getötet. Mit Kampfhelikoptern und Panzern nahm die US-Armee anschliessend die Verfolgung der restlichen Angreifer auf und tötete nach eigenen Angaben 23 weitere Iraker.

Bei ihrem Angriff auf ein angebliches Terroristen-Ausbildungslager 150 Kilometer nordwestlich von Bagdad habe die US-Armee am Mittwoch mehr als 70 Boden-Luft-Raketen sowie zahlreiche Panzerfäuste und Maschinengewehre sichergestellt, hiess es in einer Erklärung des Zentralkommandos.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, die USA hätten bei dem Angriff auf das Ausbildungslager mindestens 70 Menschen getötet. Ein Sprecher der US-Armee berichtete, der Einsatz sei noch nicht beendet. Ein US-Soldat sei verletzt worden.

Der Einsatz richte sich gegen Anhänger der Baath Partei des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, paramilitärische Gruppen und andere subversive Elemente. Die US-Armee hatte am Donnerstagmorgen die Operation mit einem Luftangriff auf das Gelände begonnen.

Neben dem Angriff in Balad registrierte die US-Armee innerhalb von 24 Stunden drei weitere Angriffe auf US-Soldaten in Irak. Dabei wurden insgesamt sechs Iraker festgenommen. Sechs weitere mutmassliche Anhänger der Baath-Partei von Saddam Hussein nahm die US-Armee in Hilla fest.

(rr/sda)

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