USA: Schuldeneintreiber jagen jetzt auch auf Social Media

publiziert: Donnerstag, 2. Dez 2021 / 18:05 Uhr
Auf Social Media-Kanälen sind Schuldner nicht mehr vor Inkassobüros sicher.
Auf Social Media-Kanälen sind Schuldner nicht mehr vor Inkassobüros sicher.

Schuldeintreiber in der USA dürfen seit kurzem auch säumige Schuldner per Social Media kontaktieren. Ein entsprechendes Gesetz des Consumer Financial Protection Bureau ist diese Woche in Kraft getreten. Betroffen sind Millionen US-Bürger, einer Umfrage zufolge sollen im Jahre 2017 über 70 Mio. US-Amerikaner von Inkassobüros kontaktiert worden sein.

Das ursprüngliche Gesetz stammt aus dem Jahr 1977 und wurde nun entsprechend geändert. Zu dieser Zeit war Social Media und computergestützte Kommunikation noch nicht bekannt und der Begriff «Kommunikation» anders definiert. Ab jetzt können Inkassobüros und Schuldeneintreiber ihre Schuldner auch per E-Mail, SMS und Message-Dienste oder über verschiedene Social-Media-Plattformen kontaktieren.

Inkassobüros müssen aber bestimmte Regeln befolgen, wenn sie über soziale Medien Kontakt suchen, darunter:
  • Die Nachrichten müssen privat bleiben - Ihre Nachrichten müssen privat sein und dürfen weder von der Öffentlichkeit noch von Freunden, Kontakten oder Followern eingesehen werden können.
  • Sich als Inkassounternehmen zu erkennen geben - Wenn ein Inkassounternehmen versucht, eine Freundes- oder Kontaktanfrage zu stellen, muss sich das Inkassounternehmen als Inkassounternehmen zu erkennen geben.
  • Möglichkeit, sich von ihren Mitteilungen abzumelden - Sie müssen ausserdem in jeder Nachricht eine einfache Möglichkeit bieten, sich von weiteren Mitteilungen von ihnen auf dieser Social-Media-Plattform abzumelden.

(fest/pd)

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