USA erhält von Nordkorea Geheimdokumente

publiziert: Samstag, 10. Mai 2008 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 10. Mai 2008 / 18:24 Uhr

Washington - Nordkorea hat den USA mehrere tausend Geheimdokumente zu seinem Atomwaffenprogramm übergeben. Damit habe das Land einen wichtigen Schritt zur kompletten Offenlegung seines Atomwaffenprogramms getan, erklärte das US-Aussenministerium.

Das nordkoreanische Kernforschungs-Zentrum bei Yongbyon.
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Die USA und ihre Partner würden Nordkorea weiter drängen, seine Zusagen zur Deklarierung des Nuklearprogramms zu erfüllen, teilte das Aussenministerium in Washington weiter mit. Doch bedeuteten die 18'000 Seiten Dokumentation einen «wichtigen ersten Schritt im Verfahren der Überprüfung, dass Nordkoreas Deklarierung vollständig und korrekt ist».

Die USA erhoffen sich von der Datensammlung vor allem Erkenntnisse über die Produktion und die Bestände von waffentauglichem Plutonium in dem kommunistischen Land.

23 Jahre des Reaktors dokumentiert

Nordkorea habe mitgeteilt, dass die Daten den Betrieb seines Fünf-Megawatt-Reaktors und einer Wiederaufarbeitungsanlage im Atomzentrum Yongbyon bis zurück in das Jahr 1986 dokumentierten, hiess es. Die Angaben müssten jetzt in den USA von Experten «gründlich überprüft» werden.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unterdessen unter Berufung auf diplomatische Kreise in Seoul, dass Nordkorea demnächst eine formale Deklarierung seines Atomprogramms an China, den Gastgeber der sogenannten Sechs-Länder-Gespräche, übergeben wolle.

Eine neue Sechserrunde über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms hat angesichts der bisherigen Differenzen wegen der Deklarierung seit Monaten nicht mehr stattgefunden. An den Gesprächen sind Süd- und Nordkorea, die USA, China, Russland und Japan beteiligt.

(dl/sda)

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