USA fordern Befragung von Assad

publiziert: Donnerstag, 27. Okt 2005 / 09:38 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Okt 2005 / 15:21 Uhr

New York - Der syrische Präsident Baschar el Assad soll wegen der Tötung des früheren libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri dem UNO-Ermittler Rede und Antwort stehen.

Der syrische Präsident Baschar el Assad.
Der syrische Präsident Baschar el Assad.
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Dies fordern die USA. Ebenso wie die anderen verdächtigen Personen, die in dem Untersuchungsbericht des deutsche Oberstaatsanwaltes Detlev Mehlis genannt werden, dürfe auch Assad nicht von Befragungen durch den UN-Ermittler ausgenommen werden, sagte der amerikanische UN-Botschafter John Bolton am Mittwochabend (Ortszeit) in New York.

«Kein Mensch steht über dem Gesetz und wenn der Präsident Zeit hat, mit den Medien zu sprechen, dann hat er auch Zeit, mit Mehlis zu sprechen», sagte Bolton vor Reportern.

UNO-Sanktionen angedroht

Ein Resolutionsentwurf der ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Frankreich und Grossbritannien schlägt Sanktionen gegen Personen vor, die in die Ermordung Hariris verwickelt sind. Ausserdem will Mehlis syrische Politiker und weitere Verdächtige zu dem Bombenanschlag auf Hariri in Beirut am 14. Februar verhören.

Der syrische UNO-Botschafter Fayssal Mekdad lehnte den Resolutionsentwurf ab. «Das sind amerikanische Ansichten, die Resolution ist sehr aggressiv und würde die ganze Region destabilisieren», so Mekdad.

(ht/sda)

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