USA überprüfen eigene Atomanlagen auf Sicherheit

publiziert: Mittwoch, 25. Jun 2003 / 14:28 Uhr

Washington - Nach Berichten über erhebliche Mängel hat das US-Energieministerium eine Überprüfung der Sicherheitsmassnahmen in allen Atomlaboren des Landes angeordnet. Es geht vor allem um Schutz vor Diebstahl radioaktiven Materials.

Spencer Abraham, US-amerikanischer Energieminister.
Spencer Abraham, US-amerikanischer Energieminister.
Energieminister Spencer Abraham wies die Nationale Atomsicherheitsbehörde an, die Vorkehrungen in den Anlagen zu überprüfen und notwendige Verbesserungen umzusetzen.

Angesichts jüngster Vorkommnisse in den Labors müssten die Vorkehrungen aggressiv und umfassend verbessert werden, erklärte Abraham in Washington. Die Anordnung folgte auf die Vorlage eines Kongressberichts, der die unzureichende Sicherung radioaktiven Materials vor Diebstahl bemängelte.

Laut einem Kongressgutachten verschwinden in den USA pro Jahr etwa 250 Strahlungsquellen mit Strontium, Kobalt, Cäsium oder Plutonium. Mit derartigem Material und Sprengstoff könnten Terroristen eine so genannte schmutzige Bombe bauen, mit der begrenzte Gebiete radioaktiv verseucht werden können. Die meisten in den USA verschwundenen Strahlungsquellen seien allerdings wieder aufgefunden worden.

Beunruhigender ist die Lage nach Einschätzung der Kongressexperten im Ausland. Dem Bericht zufolge seien seit 1995 ausserhalb der USA 612 Strahlungsquellen verschwunden, davon seien bislang nur 254 wieder aufgetaucht.

Allein in den Staaten der früheren Sowjetunion gebe es etwa 1000 nicht ausreichend geschützte strontiumbetriebene Generatoren, die zum Bau schmutziger Bomben verwendet werden können.

Die regierungsunabhängige US-Organisation Project on Government Oversight dokumentierte Besorgnis erregende Sicherheitsmängel. Im Oktober 2000 seien zu Testzwecken mehrere Zivilisten heimlich in das Atomlabor Los Alamos im Bundesstaat New Mexico eingedrungen. Die Zeit bis zu ihrer Entdeckung hätte gereicht, eine Nuklearexplosion herbeizuführen.

(fest/sda)

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