USA will Truppen-Aufstockung in Haiti

publiziert: Sonntag, 5. Jun 2005 / 09:03 Uhr

Washington - Angesichts der zunehmend instabilen Lage in Haiti haben sich die USA indirekt für eine Aufstockung der internationalen Truppen in dem mittelamerikanischen Land ausgesprochen.

In Haiti waren in den vergangenen Monaten 630 Menschen Opfer der Unruhen.
In Haiti waren in den vergangenen Monaten 630 Menschen Opfer der Unruhen.
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Die UNO müsse überprüfen, ob die Truppen angemessen aufgestellt seien, sagte US-Aussenministerin Condoleezza Rice der US-Zeitung The Miami Herald. Die Lage in dem Land sei beunruhigend.

Es gebe dort zu viele Stimmen aus der Vergangenheit und noch immer zu viele Milizionäre. Zudem müsse die internationale Gemeinschaft vermutlich stärker Hilfe bei der Vorbereitung der für Oktober geplanten Wahlen leisten.

Leichen eingeliefert

Alleine am Freitag und Samstag starben bei Polizeieinsätzen im Elendsviertel von Port-au Prince über 20 Menschen.

Mitarbeiter des örtlichen Spitals sagten, nach Razzien der Polizei im Elendsviertel Bel Air seien die Leichen von insgesamt 20 Menschen eingeliefert worden.

Anfang der vergangenen Woche war in Haiti ein französischer Diplomat erschossen worden. Am Mittwoch töteten Unbekannte bei einem Überfall auf einen Markt in der Hauptstadt Port-au-Prince zehn Menschen.

Hunderte Tote

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden in den vergangenen sieben Monaten mehr als 630 Menschen getötet, die meisten von ihnen in der Hauptstadt.

Für die meisten Übergriffe werden Anhänger des gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide verantwortlich gemacht.

Aristide hatte im Februar vergangenen Jahres nach monatelangen Unruhen und auf Druck insbesondere der USA und Frankreichs das Land verlassen und sich ins Exil nach Südafrika begeben.

(bsk/sda)

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