Überfall auf Brasilianerin: Alles Lüge?
publiziert: Freitag, 13. Feb 2009 / 14:22 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Feb 2009 / 23:35 Uhr

Zürich - Die angeblich von Rechtsextremen im Bahnhof Stettbach ZH misshandelte Brasilianerin war nicht schwanger. Zudem ergaben Untersuchungen des Institutes für Rechtsmedizin (IRM), dass sie sich die Schnittwunden wahrscheinlich selbst zugefügt hat.

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Die 26-jährige Frau hatte erklärt, als Folge einer Messerattacke durch drei Unbekannte - wahrscheinlich Neonazis - habe sie am vergangenen Montagabend auf der Bahnhofstoilette in Stettbach eine Fehlgeburt erlitten. Sie sei im dritten Monat mit Zwillingen schwanger gewesen.

Gynäkologische Untersuchungen durch Fachärzte der Universität Zürich haben klar ergeben, dass die Frau zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht schwanger war, wie IRM-Direktor Walter Bär in Zürich vor den Medien ausführte.

Keine schweren Verletzungen

Die Rechtsmediziner stellten fest, dass sich alle Schnitte an jenen Körperstellen befinden, die man mit den eigenen Händen erreichen kann. Nicht verletzt waren empfindliche Stellen wie Brustwarzen, Bauchnabel oder der Genitalbereich.

Noch sind die Untersuchungen der Schnittverletzungen nicht abgeschlossen. «Für die Rechtsmediziner steht jedoch eine Selbstbeibringung ganz klar im Vordergrund», betonte der IRM-Direktor. Es handle sich um einen «lehrbuchmässigen Fall».

Wegen der Verletzungen und des psychischen Zustandes habe die Frau am Montagabend vor Ort nur kurz befragt werden können. Anschliessend wurde sie ins Spital gebracht. Weitere Befragungen fanden am Donnerstagabend und am Freitagmorgen im Spital statt.

Kein Tatverdacht

Sofort leitetete die Polizei zudem eine Nahbereichsfahndung ein. In Zürich-Schwamendingen wurden drei Männer überprüft. Bei der Kontrolle ergab sich jedoch kein Tatverdacht, der eine Festnahme gerechtfertigt hätte.

Die 26-jährige Brasilianerin befindet sich nach wie vor in Spitalpflege. Sie und weitere Personen aus ihrem Umfeld wurden und werden weiterhin «ausführlich befragt». Über die bisherigen Ergebnisse gab die Polizei aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sowie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskünfte.

(bert/sda)

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Noch keine Hinweise auf eine Straftat.
Eine offizielle Entschuldigung von Brasilien wäre angebracht.
Die brasilianische Regierung ist jetzt um Schadensbegrenzung bemüht, da sie sich zu schnell und vor allem scharf im Ton vergriefen hat. Gleich mit der UNO zu drohen und unsere Polizei der Fehlinformation zu beschuldigen, ist ja wohl die Höhe.

Ich glaube wir können hier in der Schweiz immer noch stolz darauf sein, dass unsere Polizeibehörden seriös arbeiten, speziell in einem Fall der solch eine politische Reaktion auslöst. Das sogar jetzt noch brasilianische Medien an den Fakten zweifeln, kann man nur als Selbstschutz interpretieren.
Ausgerechnet ein Land wie Brasilien, wo Korruption in den Behörden zum Alltag gehört, nimmt sich das Recht heraus unsere Staatsdienste in den Dreck zu ziehen. Ich denke eine offizielle Entschuldigung von Präsident Lula an die Stadt Zürich wäre das Mindeste, schliesslich hat er ja auch zuvor sich über den Fall lautstark auslästern können, ohne irgendwelche Ermittlungsergebnisse abzuwarten.

Mir war bei der ersten Betrachtung der Fotos klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Angeblich war die Frau nach der Tat seelisch extrem stark angeschlagen und wurde hospitalisiert. Wie bitte schön hat sie es dann doch fertig gebracht diese Fotos schiessen zu lassen und diese sogleich an die Medien in Brasilien zu schicken? Das grenzt ja an ein Wunder der psychischen Selbstbeherschung.
Ich wittere da einen Versuch, Schmerzensgeld zu fordern. Man sollte sich mal die finanzielle Situation der beteiligten Personen genau ansehen, insbesondere die des Freundes der Frau. Ich könnte mir gut vorstellen, dass da was Überraschendes zu Tage kommen würde. Es wäre nicht das erste Mal, das jemand Verletzungen vortäuscht um damit Geld abzukassieren.
Jedenfalls ...
... scheint es eine traurige, tragische Geschichte zu sein - Borderline ist eventuell eine nicht allzu weit entfernte Vermutung ... Jeweils eine sehr schwierig zu handhabende Sache ... auch für den Spezialarzt!

Es gibt ja auch die reaktiven Syndrome ... Aber dies ist nun Sache der Behörden ...
Etwas ist faul
an der Geschichte. Eine Schwangerschaft lässt sich relativ leicht feststellen mit einem Test, den man kaufen kann. Dieser Test sagt aber nicht aus, ob es Zwillinge werden oder nicht. Erst eine Ultraschalluntersuchung wird dies zeigen. Diese wird aber von einem Arzt oder Hebamme vorgenommen.
Die Frau braucht nur den Arzt zu nennen, der die Untersuchung gemacht hat und alles ist geklärt. Oder hat sie vielleicht den Abort noch untersucht, bevor sie ihn die Toilette hinunter gespült hat? Das wäre makaber.
Für mich klingt alles sehr diffus und unwirklich.
Ja, danach scheint es mir auch auszusehen.
Solche Selbstverstümmelungen, Selbstverletzungen sind, meines Wissens, meistens Hilferufe eines Mensche, der sich nicht mehr getraut, sich anderen Menschen anzuvertrauen!

Sobald man dies weiss (eben auch die Medien ...!) ist eigentlich sofortige Diskretion angesagt, um den kranken Menschen nicht weiter der Öffentlichkeit auszusetzen und ihm ohne weiteres Aufsehen zurück in die Normalität zu helfen!
Es sieht so aus,
als ob es sich um eine Frau mit seelischen Problemen handelt. Jedenfalls kann man das nach den heutigen Zeitungsberichten so annehmen. Dann hört aber der Spass auf.
Was aber wirklich amüsant ist, sind Meldungen der Medien und das Verhalten der Leser. Zuerst hiess es, eine Schwangere schwer misshandelt, am nächsten Tag hiess es, alles nur Schwindel. Und die Zeitungen leben von diesem Hin und Her hervorragend! Das sensationshungrige Publikum amüsiert sich und alle sind zufrieden.
Aber aus dem Fokus verschwindet diese gestörte Frau. Was ist mit der geschehen? Ist das ihre Art, um Hilfe zu rufen? Welche menschliche Probleme stecken da dahinter?
Die brasilianische Regierung wäre vielleicht gut beraten, die Sache diskret zu behandeln, es könnten ja Dinge ans Tageslicht kommen, die für sie nicht so angenehm sind.
... und ich vermute, dass ...
... es letztlich dann noch ums Geld - Schadenersatzklage - gehen wird! Dafür muss so eine Sache aber zuerst zünftig publik geworden sein, dass sie an Wert gewinnt!

Warum aber die katholische Kirche (wieder), ein katholischer Priester sich einmischen muss und auch Da Silva da mitredet, das scheinen mir so Hinweise zu sein, dass da mehr dahinter steckt, als wir bislang wissen ...!?

Man wird ja sehen! Ich warte jetzt nur noch auf eine gescheite, klare Reaktion seitens schweizerischer Behörden ....!
Per One-Way-Ticket heim
Ist ja schon komisch, dass sich die Brasilianischen Behörden bereits in den Fall eingemischt und die Schweiz als rechtsextremes Land angeklagt haben. Da kommt mit Sicherheit noch vieles zutage. Ich hoffe, dass die Lügnerin und ihre Kumpanen das Land so rasch wie möglich mit einem Einwegticket verlassen müssen.
Emil, Emil
Habe heute Emil in Winterthur gesehen. Er sagte in einem Sketch: "Man kann nicht mehr als man muss."
Man kann's drehen und wenden und wenden, wie man will, die Aussage kann nur für eines stehen, fürs stille Oertchen!
Mir scheint, das passe so richtig zu diesem Fall! So eine Sch....
Aber für mich hat das nun nichts, aber auch gar nichts mit der Schweiz zu tun, Deppen und Depperts gibts überall.
Klapse vielleicht aber bitte nicht in der Schweiz
Ihre Helfer und Profiteure Bildverkäufer ect. gehören in den Knast nachdem sie die Rechnungen für den gesamten Aufwand beglichen haben.
Die Kosten für die ganze Übung werden sicher 500'000 Fr. übersteigen.
Kommt vielleicht noch ...
Die Schweiz hat in den letzten Jahren ja zur Genüge gezeigt, dass wir nicht weit vom Bananenstaat entfernt sind ...
.
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