Ueli Maurer schätzt seine Chancen «unter 50 Prozent»

publiziert: Sonntag, 7. Dez 2008 / 09:26 Uhr

Bern - Wenige Tage vor der Bundesratswahl vom nächsten Mittwoch erreichen die Spekulationen einen Höhepunkt. Ueli Maurer selbst schätzt seine Chancen in einem «Sonntag»-Interview «im Moment bei unter 50 Prozent» ein.

Ueli Maurer schätzt seine Chancen nicht sehr hoch ein.
Ueli Maurer schätzt seine Chancen nicht sehr hoch ein.
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Er sei realistisch, sagt der Zürcher Nationalrat und Bundesratskandidat. «Wenn ich 60 Stimmen aus der SVP und knapp 40 aus der FDP erhalte, macht das knapp 100. Dann brauche ich aber noch 25 Stimmen aus der CVP und der Mitte - und die habe ich derzeit nicht.»

In der «NZZ am Sonntag» sagt CVP-Chef Christophe Darbellay, dass am Dienstag in der Fraktion besprochen werde, ob die CVP Maurer wählen werde oder nicht. Er bekräftigte den grundsätzlichen Anspruch der SVP auf den Regierungssitz.

CVP hat kein Interesse

Die CVP habe kein Interesse, jemanden zu wählen, der von seiner Partei nicht anerkannt werde. Es werde auch keinen CVP-Sprengkandidaten geben.

Die Wahl eines nicht nominierten SVP-Mitgliedes - es kursieren Namen wie Adrian Amstutz (BE), Bauernverbandspräsident Hansjörg Walter oder der Thurgauer Unternehmer Peter Spuhler - will die Partei, so Maurer im «Sonntag», nicht akzeptieren.

Auf das Thema angesprochen, sagte Walter im «SonntagsBlick»: «Aus heutiger Sicht würde ich eine Wahl ablehnen.»

Annahme könnte rückgängig gemacht werden

Er erinnert jedoch daran, dass der vorgesehene Parteiausschluss eines nicht nominierten SVP-Mitglieds im Falle einer Annahme der Wahl wieder rückgängig gemacht werden könnte: Fraktion und Zentralvorstand könnten mit Zweidrittelsmehrheit ein Rückkommen beschliessen.

Die FDP-Fraktion sprach sich bereits vergangene Woche für Maurer aus. Die CVP-EVP-glp-Fraktion und die SP-Fraktion werden erst am kommenden Dienstag Hearings durchführen.

Gruppe 13

Im Hintergrund ist noch eine «Gruppe 13» rund um den Zürcher SP-Nationalrat Andreas Gross am Werk, die sich offenbar zum Ziel gesetzt hat, die Wahl Maurers zu verhindern. Dieser Gruppe gehören rund 20 Parlamentsmitglieder an, die sich seit der Abwahl Blochers mit dem Thema Konkordanz und Kollegialität befassen.

(sl/sda)

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Geschichte der Konkordanz
In der NZZ online findet sich ein interessanter Artikel zur Konkordanz, d.h. wie sie in der Schweiz entstanden ist.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/ein_anfang_der_ko...

Es lohnt sich, dies einmal zu lesen.

Was wir heute als zementiertes Werk betrachten, hat sich im Lauf der Jahrzehnte entwickelt, warum sollte es nicht wieder umgestossen werden können?
vielleicht
ist das ja eine methode der svp, wie sie ihre besten leute so vergraulen will, dass sie diese auch los wird! ich meine, die svp hat gute leute.... spuhler ist einer davon, frau widmer-schlumpf eine andere, heute aber eben bereits nicht mehr bei der svp. solche leute sind zwar politisch nicht auf meiner linie, aber ich kann sie zumindest ernst nehmen, weil sie nicht einfach polemisieren oder proletisieren, sondern eben politisieren und ihre meinung mit würde vertreten. so ist politik eben würdig und die entsprechenden politiker können mit geradem rückgrat ihr ding durchziehen. wischi-waschi-waschlappen mit beissfaktor und kläffneigung wie blocher-mörgeli-maurer-bader-etc sind hingegen ja wirklich nur noch lachnummern, versuchen also die schweizer politik einfach zum klamauk-theater umzubilden, ohne aber wirklich sachlich fundiert mitzuarbeiten. tja.... die svp hat ihre eigene zukunft in der hand... und da ja immer alles so kommt wie es kommen muss, kann die svp mit maurer als aushängeschild immer noch ihr image verschlimmbessern beim volk... auch eine variante, welche sie selber in der hand hat! :-)
was für ein niveau!
aber aber meine damen und herren.... was soll denn das hier? also erstens kann man mundart schreiben wie man will, denn es gibt keine orthographie für schweizer mundart. es gibt also kein offizielles richtig oder falsch, wie man schweizer dialekt schreiben kann. zudem sind die betonungen lokal derart unterschiedlich, dass einem das schreiben tatsächlich manchmal schwer fällt. hier aber einander vorwürfe zu machen, kann fast nur als eigengoal enden, leider auch im emmental!
Bleiben Sie bei Ihrem Schulschriftdeutsch
der Versuch in Mundart ist Ihnen vollständig misslungen. Gruss aus dem Emmental
Ggäng tütsch
oder heidr ä Rächtschriebfälär gfungä?
Sachliche Geschäfte
Magnus

"Grundsätzlich aber gilt für mich Offen- und Klarheit, wenn immer es möglich ist."
Wann immer es Ihnen möglich ist? Und sonst herrscht Stillschweigen?

Wenn ich die Schweiz vereinfacht als Vereinigung der unterschiedlichsten Klubs sehe und die Klubs jeweils ihre Vetreter in den übergeordneten Rat bzw. zur Wahl in diesen entsenden dürfen, besagt mein Gefühl der Fairness, dass ich deren Vorschlag wohlwollend prüfe.

Das gleiche erwarte ich umgekehrt, wenn ich jemanden vorschlage. Solange wir nicht direkt in einer Volkswahl über die Bundesräte abstimmen, repräsentieren die von den Klubs vorgeschlagenen Vertreter gleichzeitig auch deren Wähler und MItglieder.

Wenn wir das wieder auf die Musikszene umsetzen, kann ich den Vergleich bemühen, dass ich den von den Jodlerklubs vorgeschlagenen Interpreten ins Rennen gehen lasse, auch wenn mir ein anderer Musikstil näher liegt.
DANKE!
Dann warten wir gespannt auf Mittwoch - oder vielleicht erst in einer Woche ;-)
Alles Gute und e sunnige Tag.
Natürlich!
Lieber Emmentaler, das finde ich natürlich auch, aber was ich meine ist, dass jeder das Recht hat, seine Meinung und seine Gründe offen dar zu legen oder sie für sich zu behalten!
Schöner ist es natürlich, wenn man die Gründe für demokratische Entscheide kennt, aber bei der Wahl von Personen kann es auch Gründe zum Schweigen geben, schliesslich sind BR-Wahlen ja nicht umsonst geheime Wahlen. Bei Sachfragen sieht die Sache ein wenig anders aus! Da sollte man diskutieren was das Zeug hält, um zur besten Lösung zu gelangen!
Grundsätzlich aber gilt für mich Offen- und Klarheit, wenn immer es möglich ist. Und ich würde den Maurer genau so wenig wählen wie den Brunner, den Bader und den Blocher, weil sie für mich nicht für unsere Demokratie und auch nicht für das Völkerrecht und die Menschenrechte stehen. Darüber hinaus hat der Blocher sich mit dem Bankenholdig-Blödsinn und dem Kniefall in der Türkei so wie so als untauglich erwiesen. Auch deswegen, weil ich Offenheit, Klarheit und Ehrlichkeit, aber vor allem in der noch bevorstehenden Krise auch Sachkenntnis und Können (und nicht nur "Intuitionen") von allen Bundesräten fordere!
Demokratie als Rechenspiel ?
Hallo Magnus, das verstehe ich jetzt doch nicht ganz. Einverstanden: letztlich ist es egal, weshalb jemand gewählt oder nicht gewählt wurde. Wenn die Wahl aber noch bevorsteht, geht es um die Frage, ob diese oder jene Person für den Posten geeignet ist. Hier dürfen schon Gründe zur Wahl oder Nichtwahl genannt werden. Oder sind Sie da ganz anderer Meinung ? Gruss aus dem Emmental
Demokratie
ist, wenn die Mehrheit bestimmt und nicht, wenn eine Minderheit von sagen wir mal 15% Drei Grobe-B-Getreuen die Mehrheit dominieren will.
Und gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen bekommt! Das verstehe ich unter Demokratie! Und wer das noch nicht kapiert hat, der muss eben noch dazu lernen! Und wer wen weshalb wählt oder nicht wählt, ist völlig gleichgültig. Wie sagte einer einst zu Perikles: " Ich habe dich auf die Scherbe geschrieben, weil du immer alles besser weist!" Und wenn Maurer nicht gewählt wird, entspricht das womöglich sogar der Vorstellung einer grossen Mehrheit des Volkes.
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