Ukraine

Ukraine berichtet über Waffenlieferungen aus NATO-Staaten

publiziert: Sonntag, 14. Sep 2014 / 21:47 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 14. Sep 2014 / 22:04 Uhr
Waleri Geletej braucht Waffen für die Ukraine.
Waleri Geletej braucht Waffen für die Ukraine.

Kiew - Mehrere NATO-Staaten haben nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Waleri Geletej im Ostukraine-Konflikt mit Waffenlieferungen für die Regierungstruppen begonnen. Die Kämpfe in der Ostukraine dauerten am Sonntag an - trotz der Waffenruhe.

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«Der Prozess der Übergabe läuft», sagte Verteidigungsminister Geletej dem Fernsehsender 5. Kanal, der dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gehört. «Wir brauchen Waffen», bekräftigte Geletej am Sonntag in Kiew. Zur Art der Waffen und zu den Herkunftsländern machte der Minister keine Angaben.

Der ukrainische Aussenminister Pawel Klimkin bestätigte am Wochenende im Fernsehen Verhandlungen über Waffenlieferungen. «Und ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass es um mehr als fünf Länder geht. Es handelt sich um viele», sagte Klimkin dem Kiewer Kanal Perwy Nationalny. «Einige Länder geben das eine, einige wiederum das andere. Es ist eine ganze Palette», sagte er.

Staatschef Poroschenko hatte nach seinem Besuch des NATO-Gipfels in Wales vor mehr als einer Woche überraschend von geplanten Waffenlieferungen berichtet. Präsidentenberater Juri Luzenko nannte die Länder Polen, Frankreich, Norwegen, Italien und die USA. Diese dementierten aber die Pläne.

Kämpfe dauern an - Gefangenenaustausch

Im Konfliktgebiet dauerte auch am Sonntag eine am 5. September verkündete zweiseitige Waffenruhe zumindest offiziell an. Allerdings kam es nach Darstellung des ukrainischen Sicherheitsrates erneut zu Kämpfen am Flughafen von Donezk.

Insgesamt sei es in mehreren Orten im Südosten der Ukraine zu Schusswechseln gekommen. «Die Attacken des Feindes wurden abgewehrt. Unter den ukrainischen Soldaten gab es keine Verluste», sagte Sicherheitsratssprecher Wladimir Polewoj.

Regierungstruppen und Separatisten geben sich immer wieder gegenseitig die Schuld am Aufflammen von Gefechten. Militärvertreter sprachen in Kiew davon, dass sich die Regierungstruppen neu aufgestellt und die Verteidigungslinien gestärkt hätten.

«Die terroristischen Angriffe bedrohen die Umsetzung des Friedensplans des ukrainischen Präsidenten», sagte ein Militärsprecher.

Nach zähen Verhandlungen tauschten das ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten am Sonntag je 73 Gefangene aus. Die Übergabe habe etwa 60 Kilometer südlich der Grossstadt Donezk stattgefunden, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf die Aufständischen.

 

(asp/sda)

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