Umfrage: Personenfreizügigkeit völlig offen
publiziert: Freitag, 8. Jul 2005 / 19:49 Uhr

Bern - Etwas weniger als drei Monate vor der Abstimmung über die Erweiterung der Personenfreizügigkeit ist die Ausgangslage völlig offen.

Das Lager der Gegner hat gegenüber Mitte Mai deutlich zugelegt.
Das Lager der Gegner hat gegenüber Mitte Mai deutlich zugelegt.
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43 % der Schweizer würden heute ein Ja in die Urne einlegen, 40 % ein Nein. 17 % sind noch unentschlossen.

Damit hat das Lager der Gegner gegenüber Mitte Mai deutlich um 14 % zugelegt, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR idée suisse hervorgeht. Im Frühling lehnten noch 26 % der Befragten die erweiterte Personenfreizügigkeit ab.

Die Befürworter kamen damals dagegen noch auf 48 % und mussten seither 5 % Verluste einstecken, wie die SRG mitteilte. Das Lager der Unentschlossenen verringerte sich seit Mitte Mai von 26 auf 17 %.

Ablehnung auf dem Land

Aufgebaut habe sich die Ablehnung generell bei Personen, die auf dem Land wohnen, schreibt die SRG weiter. In kleineren und mittleren Agglomerationen habe die Ja-Seite seit Mai deutlich verloren. In den Städten gebe es dagegen derzeit eine Mehrheit für die Vorlage.

Für die neueste Umfrage hatte gfs.bern zwischen dem 25. Juni und dem 2. Juli 1201 stimmberechtigte Personen in allen Landesteilen um ihre Meinung gebeten. Der statistische Fehler beträgt rund 3 %.

Deutliche Ergebnisse bei Sp und SVP

Die neueste gfs-Umfrage zeigte sehr klare Kräfteverhältnisse bei der SP- und SVP-Wählerschaft. An der SP-Basis befürworten 74 % die Vorlage (Mitte Mai: 72 %), 15 % (12 %) sind dagegen. Genau umgekehrt ist das Bild bei der SVP: Hier lehnen 87 % der Basis (58 %) die Vorlage ab. Nur gerade 4 % (17 %) sind dafür.

Die CVP-Wählerschaft steht zu 63 % (63 %) hinter der Vorlage, während 27 % (10 %) sie ablehnen. Bei der freisinnigen Basis beträgt die Zustimmung 56 % (50 %) und die Ablehnung 27 % (18 %). In den Sprachregionen gibt es laut gfs.bern keine absoluten Mehrheiten.

(bert/sda)

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