Umfrage zu HarmoS - Ja zu einheitlichem Schulsystem
publiziert: Mittwoch, 5. Nov 2008 / 16:16 Uhr

Hergiswil - 93 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind für ein einheitliches Schulsystem. Auf Widerstand stösst aber das frühe Eintrittsalter. 58 Prozent sind laut einer Umfrage gegen einen Kindergarteneintritt mit vier Jahren.

58 Prozent sind laut einer Umfrage gegen einen Kindergarteneintritt mit vier Jahren.
58 Prozent sind laut einer Umfrage gegen einen Kindergarteneintritt mit vier Jahren.
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Am 28. September ist im Kanton Luzern das Konkordat über die Harmonisierung der Schule (HarmoS) mit 61,4 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden. Am kommenden 30. November finden in den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Thurgau und Zürich HarmoS-Abstimmungen statt.

Eine Umfrage des Hergiswiler Markforschungsinstitutes IHA GfK bei 1000 Schweizerinnen und Schweizer zeigt, dass das von HarmoS angestrebte einheitliche Schulsystem auf breite Zustimmung stösst. Auch eine einheitliche Ausbildung der Lehrer und einheitliche Lehrpläne findet die Mehrheit gut.

Anders sieht es beim Kindergarteneintritt mit vier Jahren aus. Am stärksten gegen die frühe Einschulung (68 Prozent) sind Eltern, deren Kinder das Schulsystem bereits absolviert haben. Befragt nach dem idealen Eintrittsalter, sind 72 Prozent für fünf Jahre; 46 Prozent der Westschweizer können sich einen Eintritt mit vier Jahren vorstellen.

Insgesamt wird das Schweizer Bildungssystem anderen europäischen Volksschulen vorgezogen. Knapp 50 Prozent der Befragten beurteilen es als besser, 32 Prozent als gleichwertig und 12 Prozent als schlechter. Dabei sind die Deutschschweizer mit 52 Prozent wesentlich zufriedener als die Westschweizer mit 43 Prozent.

(smw/sda)

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Dass es für unser Land, für unsere Kinder das Beste ...
... wäre, wenn schweizweit das gleiche Bildungssystem angewandt würde, scheint wirklich endlich realisierbar zu werden! Es ist längst überfällig.

ABER, leider ein grosses ABER, dass Kinder schon als Kleinkinder, mit 4 Jahren, in die SCHULE gehen müssen oder sollen oder können, das finde ich völlig NICHT kleinkindergerecht ...

Kleinkindergärten JA, aber freiwillig. Klinkinderspielgärten, wo die Kinder noch völlig ungestört spielen, spielend lernen dürfen und ihre sozialen Stärken - spielerisch - kennen lernen und aufbauen lernen - ohne schon von Erwachsenen "ausgebildet" zu werden ...

Dann Kindergarten, so wie es heute ja schon gehandhabt wird, vielerorts kindergerecht - so, dass die Kinderaugen weiterhin leuchten und nicht plötzlich dumpf werden, wie ich es schon beobachten konnte ...

Auch die Schule dann sollte kindergerecht aufgebaut sein - Die Kinder sind dann nicht mehr Kleinkinder und wachsen sich mit den Jahren zu stabilen, selbstbewussten Jugendlichen, die selbständig denken gerlernt haben und auch selbst zunehmend entscheidungsfähig sich entwickeln können!

Das neue Schulsystem mag gut sein, aber hat eben DIESEN grossen Mangel, dass die kleinen Kinder möglichst früh unter die Fänge des bildenden Staates geraten ...

Das kommt nicht gut - wir sollten wieder mehr MENSCHEN bekommen und nicht SO VIELE INTELLIGENZ-IDIOTEN ..., welche vor lauter Intellekt das Herz verloren haben, weil Ausbildung alleine KEINE BILDUNG ist, schon gar keine Herzensbildung schaffen kann!

Soweit meine derzeitige grundsätzliche Einschätzung.
Wenn...
...sich die Deutschschweizer schon uneinig sind über das System, wie sollten sich dann die französich- und italienischsprachigen Regionen einigen? Vielleicht haben diese Regionen, schon von der Kultur her, ganz andere Prioritäten.
Podiums-Gespräch
Habe mich überreden lassen, an einem Podiumsgespräch über harmos teil zu nehmen. Musste mich daher in das Thema etwas rein arbeiten.
Das Schweizervolk hat mit überwältigendem Mehr (weit über 80%) einen Verfassungsartikel gutgeheissen, in dem fest gehalten wird, das die Volksschule in der Schweiz einen einheitlichen Rahmen bekommen soll. Wie man den Umfragen hier entnehmen kann, ist diese Mehrheit sogar noch grösser geworden.
Mit dem von der Erziehungsdirektorenkonferenz auf Grund dieses Verfassungsauftrages ausgearbeiteten Entwurf liegt nun ein Papier vor, das sowohl verpflichtende Bestimmungen als auch empfehlende Bestimmungen enthält.
Verpflichtend sind lediglich die Bestimmungen zum Schuleintrittsalter, die Dauer der Gesamtschulzeit und der einzelnen Schulstufen und das der Unterricht möglichst in Blockzeiten stattfinden soll, so wie die Ziele des Unterrichts. Alles andere sind Empfehlungen.
Beispiele der Empfehlungen (Muss also gar nicht gemacht werden Die Umsetzung ist den Kantonen und Gemeinden freigestellt!!!)
1. Es sollen bedarfsgerechte Angebote für die Betreuung von Schülern/Schülerinnen ausserhalb der Schulzeiten geschaffen werden, die Benutzung ist fakultativ und kostenpflichtig.
2. Für Kinder mit Migrationshintergrund unterstützen die Kantone durch organisatorische Massnahmen die .... durchgeführtes Kurse in der heimatlichen Sprache. (Man kann nur dann eine fremde Sprache lernen, wenn man die eigene richtig beherrscht! Wird im Kanton Zürich bereits mit Erfolg praktiziert.)
Am meisten wurde das Angebot zur Schülerbetreuung rund um die offizielle Schulzeit diskutiert. Das brächte nicht voraussehbare Kosten usw.
1. Das Angebot ist kostenpflichtig! Es werden keine unvorhersehbare Kosten anfallen!
2. Das Angebot ist nur bei Bedarf bereit zu stellen.
( Wenn eine alleinstehende Mutter einer Arbeit nachgehen kann, weil ihr Kind tagsüber gut versorgt ist, dann bringt das dem Staat enorm viel. denn sie zahlt Steuern, trägt einen erheblichen Teil zum Bruttosozialprodukt bei, sie zahlt AHV und den Tagesaufenthalt für ihr Kind. Im anderen Fall müsste sie von der Fürsorge leben und würde mehr Kosten verursachen, als wenn ihr Kind sogar vollständig auf Staatskosten in einer Tagestätte wäre.)

Die Volksschule muss einen Mindeststandard (Lernstoff) einhalten, der regelmässig überprüft wird.
Nicht nur die Schüler sondern auch die Lehrer können über die Kantone hinaus die Schule wechseln, ohne vor grosse Probleme gestellt zu werden. Das Schulungsmaterial wird durch die Vereinheitlichung wesentlich günstiger.
Also viele viele Vorteile!
Jetzt zum Referendum: Die SVP hat bei allen Vorarbeiten dieses Konkordates voll und positiv mit gewirkt! Bravo!
Erst als Herr Blocher nicht mehr als Bundesrat gewählt wurde, entdeckte sie dieses Harmos-Übungsfeld für ihre Oppositionsrolle! Wieder einmal Hüh und einmal Hott! Pfui!
Wer die Schweiz im Bereich Grundbildung voranbringen will, sollte Harmos annehmen! Das an unserem Bildungssystem nicht alles gut sein kann, sieht man alleine schon an den vielen ausländischen Professoren an unseren Hochschulen (Teilweise über 60%!). Bildung ist für einen Staat wie die Schweiz von eminenter Bedeutung!
Guten Tag roadfox
Wenn man halt eher 0815 ist, bekommt man keine Kinder. Frage ist, ob man einen Führerschein fürs Kinderkriegen machen muss.
HarmoS
Ist es denn so einfach? Was mit Aleinerzihenden, oder Familien wo beide arbeiten müssen? Wie einfach findet man einen Partner der Fremdsprachig ist, aber auch ein guter Partner? Sind alle Leute in der Lage auch mit der hilfe von Büchern seinem Kind eine gleichwertige förderung in Sprache und Musik und Sport anzubieten?
HarmoS
Ich habe die gleiche Meinung wie die meisten CH zu diesem Thema. Wer an verlorene Jahre glaubt, kann sein Kind fördern. Vielleicht auch musikalisch und sportlich. Es gibt so viele Literatur. auch Englisch und Französisch. Sie können ja auch einen Partner wählen, wo eine andere Sprache spricht und so ist der Fremdsprachenunterrricht ja sowieso gratis.
Harmo S
Unter Harmonisierung verstehe ich einheitliches Lehrmaterial in der ganzen Schweiz! Dem ist aber nicht so. Ich beobachte eine ungesunde Unruhe im Pilotprojekt der Unterstufe. Die Lehrer sind überfordert. Weniger, wäre mehr. Zuviel Action.. Viele Kinder reagieren übermüdet, gereizt. Ruhe im Schulalltag, etwas mehr Ordnung in den Schulzimmer, weniger vorgedrucktes Material. Die Kinder sollen den Stoff selber erarbeiten, strukturiert. Uebung macht den Meister. Es wird viel zu wenig geübt, zuviel erprobt und experimentiert. Ich bin gegen HarmoS in dieser Form
.
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