Ungewohnt schlechte Plätze für Sauber-Team

publiziert: Freitag, 29. Mrz 2002 / 20:47 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Mrz 2002 / 15:33 Uhr

Sao Paulo - Das Sauber-Team hat sich am ersten Trainingstag vor dem Grand Prix von Brasilien mit den Positionen 17 für Felipe Massa und 18 für Nick Heidfeld begnügen müssen.

Die Michelin-bereiften Fahrer mit David Coulthard an der Spitze beanspruchten die vier ersten Plätze für sich. Michael Schumacher wurde mit dem von der Konkurrenz argwöhnisch beobachteten Ferrari F2002 nur Fünfter.

«Man darf sich nicht verrückt machen lassen von den Freitags- Ergebnissen», relativierte Peter Sauber die Situation. «Für viele Teams ist der erste Trainingstag eine Prestige-Angelegenheit. Wir aber werden uns weiterhin darauf konzentrieren, das Qualifying und das Rennen optimal vorzubereiten.» Am Morgen hatten Nick Heidfeld und Felipe Massa in São Paulo noch mit den Plätzen 4 und 5 aufhorchen lassen. Als dann die Konkurrenz mit weniger Benzin an Bord Dampf machte, verschwanden sie aus der ersten Ranglistenhälfte. «Alles was wir taten, hat uns vorwärts gebracht», sagte Heidfeld. «Wäre ich mit meinen guten Reifen nicht auf Rubens Barrichellos Ferrari aufgefahren, hätte ich vier Zehntel schneller sein können.» Ganz ähnlich äusserte sich Felipe Massa. «Die Balance des Autos ist ausgezeichnet, wir werden im Qualifying viel weiter vorne landen.» Der Lokalmatador kennt die Anlage in Interlagos am Stadtrand von São Paulo wesentlich besser als die beiden Strecken in Melbourne und Sepang; hier hat er vier Rennen in der Formel Chevrolet bestritten und zwei davon gewonnen. Schumachers Zwickmühle Michael Schumacher stand gestern mit dem erstmals eingesetzten Ferrari F2002 im Mittelpunkt des Interesses. Die Konkurrenz liess das Auto durch den FIA-Delegierten Joe Bauer jedenfalls ganz genau durchleuchten. Problematisch würde es für den Weltmeister, wenn er im Qualifying auf den Ersatzwagen, einen F2001 aus dem Vorjahr, umsteigen müsste; das Montieren der Reifen auf die verschiedenartigen Felgen wäre kaum fristgerecht zu bewältigen. Trotz zwei Drehern scheint Schumacher vom Potenzial des neuen Wagens überzeugt: «Zu viel aus den ersten Zeiten herauszulesen, wäre sicher falsch. Aber es wird bestimmt sehr spannend. McLaren- Mercedes ist offensichtlich konkurrenzfähiger geworden.» David Coulthard konnte dies mit dem ersten Platz auch resultatmässig bestätigen. «Nach den bisherigen Enttäuschungen ist das sehr ermutigend», meinte der Schotte, der hier vor einem Jahr das Rennen gewonnen hatte, nachdem Juan Montoya von Jos Verstappen angeschossen worden war. Teamkollege Kimi Räikkönen wurde wegen eines Drehers während längerer Zeit zum Zuschauer, glaubt aber auch an Fortschritte. Ähnlich viel Zeit wie der Finne verlor der siebtklassierte Rubens Barrichello im alten Ferrari nach einem Reifenschaden und einem Dreher, den er auf ein Problem mit der Traktionskontrolle zurückführte. Der Brasilianer ist in den einheimischen Medien arg unter Druck geraten, erhält aber Rückendeckung durch Michael Schumacher. Unterscheidlich beurteilen die Williams-BMW-Fahrer den ersten Trainingstag. Juan Montoya, der Zweite, spürt viel Grip und eine gute Abstimmung -- Ralf Schumacher (4.) kämpft mit üblem Untersteuern. Dass sich Allan McNish im Toyota zwischen die beiden Cofavoriten schieben konnte, war die grösste Überraschung des Tages.

(kil/sda)

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