Unilabs leidet unter Sparplänen des Bundes

publiziert: Freitag, 18. Nov 2005 / 17:10 Uhr

Genf - Der Genfer Labordienstleister Unilabs baut wegen den Sparmassnahmen des Bundesrates im Gesundheitswesen Stellen ab.

Der Bundesrat senkte den Taxpunktwert für Laboranalysen auf Anfang 2006.
Der Bundesrat senkte den Taxpunktwert für Laboranalysen auf Anfang 2006.
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Dies solle die Gewinneinbusse 12 Mio. Fr. kompensieren, die die Senkung des Taxpunktwerts für Laboranalysen um 10 Prozent verursache.

Wieviele der 900 Arbeitsplätze von Unilabs in der Schweiz gestrichen werden, wollte Unilabs-Chef Edgar Zwirn an einer Telefonkonferenz nicht sagen. Die Zahl werde er Donnerstag bekannt geben, zuvor würden die Betroffenen informiert. Es werde zu Entlassungen kommen.

Einbussen ausgeglichen

Unilabs rechnet damit, die Einbussen im Geschäftsjahr 2006/07 bereits ausgeglichen zu haben. Im laufenden Geschäftsjahr (per Ende Mai) werde der operative Gewinn (Ebitda) noch um 3 bis 5 Mio. Fr. gedrückt.

Neben dem «bedeutenden Stellenabbau» fordert Unilabs Konzessionen von den Zulieferern, auch die Kooperationsverträge mit 18 Schweizer Spitälern würden neu ausgehandelt.

Die 18 Laborstandorte von Unilabs in der Schweiz - unter anderem in Baden, Bern, St. Gallen und Zürich - sollen bestehen bleiben. Allerdings werden einzelne Produktionsabteilungen konzentriert.

Gefahr für kleine Labors

Mittelfristig könnte der Schweizer Marktführer vom Entscheid des Bundesrates volumenmässig profitieren, den Taxpunktwert für Laboranalysen auf Anfang 2006 von einem Franken auf 90 Rappen zu senken. Zwirn erwartet, dass kleine Labors «noch mehr leiden», Dienstleistungen an Unilabs auslagern und billiger zu haben sein werden.

Derzeit gebe es noch 120 Labore, die meisten seien klein oder mittelgross. Dazu kämen rund 6000 Labore bei Ärzten. Die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) hatte den Bundesrats-Entscheid als «skandalös» bezeichnet, weil er die kostengünstigen Hausarztpraxen zum Verschwinden bringe.

Unilabs verhandle gegenwärtig über mehrere Übernahmen. Der Kauf eines Schweizer Laborbetreibers solle in Kürze unter Dach sein, sagte Zwirn.

Der Bundesrat erhofft sich von seinem Entscheid vom 9. November um 60 Mio. Fr. tiefere Kosten für Laboranalysen.

(bert/sda)

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