Details aus SMS vorgelesen

Unterbruch der letzten Phase im Kachelmann-Prozess

publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 10:13 Uhr
Der angeklagte Jörg Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.
Der angeklagte Jörg Kachelmann bestreitet die Vorwürfe.

Mannheim - Kurz nach Beginn der Plädoyers der Anklage im Vergewaltigungsprozess gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann ist die Verhandlung nach 15 Minuten unterbrochen worden. Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn beantragte den Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Als Grund führte er an, Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge habe bei seinem Plädoyer Details aus dem SMS-Verkehr zwischen dem 52-jährigen Schweizer und seiner Ex-Geliebten vorgelesen.

Oltrogge hatte vor Gericht den Nachmittag vor der angeblichen Tat geschildert, bei dem Kachelmann dem mutmasslichen Opfer eine SMS geschickt hatte mit der Bitte, das übliche gemeinsame Essen zur Zeitersparnis «für unsere Hauptaufgabe» wegzulassen. Laut Oltrogge war damit das «sexuelle Geschehen» gemeint.

Kachelmanns Anwalt Schwenn warf Oltrogge vor, er wolle seinen Mandanten blossstellen. «Es geht darum, den Angeklagten maximal zu schädigen». Überraschenderweise erschien die Nebenklägerin vor dem Landgericht Mannheim.

Zur Beratung zurückgezogen

Die 5. Grosse Strafkammer versuchte zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu vermitteln. Die Staatsanwaltschaft weigerte sich jedoch, auf die Zitierung der SMS völlig zu verzichten. Daraufhin zog sich die Kammer zur Beratung zurück.

Laut Anklage soll Kachelmann in der Nacht zum 9. Februar 2010 seine ehemalige Geliebte mit einem Küchenmesser bedroht und vergewaltigt haben. Der Moderator bestreitet die Vorwürfe. Am Nachmittag soll auch der Vertreter des mutmasslichen Opfers sein Plädoyer halten.

Die Verteidigung Kachelmanns hält ihr Plädoyer in der kommenden Woche. Die 5. Grosse Strafkammer will ihr Urteil am 31. Mai verkünden.

(bg/sda)

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