Untersuchung zu Freilassung Al-Megrahis gefordert
publiziert: Montag, 24. Aug 2009 / 07:59 Uhr

Washington - Nach der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdelbasset Ali Mohammed al-Megrahi haben US-Senatoren eine Untersuchung der Hintergründe gefordert. Insbesondere über einem angeblichen Öl-Deal zwischen Grossbritannien und Libyen verlangten sie Informationen.

Al-Megrahi ist der einzige, der wegen des Anschlags auf ein US-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie (Bild) verurteilt wurde.
Al-Megrahi ist der einzige, der wegen des Anschlags auf ein US-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie (Bild) verurteilt wurde.
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Libyens Machthaber Muammar Gaddafi, sein Sohn Saif und der Leiter des britisch-libyschen Wirtschaftsrats hatten nach der Freilassung gesagt, Al-Megrahis Begnadigung stehe im Zusammenhang mit britischen Erdölinteressen in Libyen.

Aufklärung über Öl-Deal

Diese Äusserungen seien «schockierend», sagte US-Senator Joe Lieberman am Sonntag (Ortszeit) in Washington. «Wir müssen wissen, was es mit diesem Öl-Deal auf sich hat», sagte auch der demokratische Senator Ben Cardin.

Al-Megrahi will einem Pressebericht zufolge eine Autobiographie schreiben, um seine Unschuld zu untermauern. Megrahi arbeite an einem Buch, in dem er sein Leben hinter Gittern beschreiben und all sein Wissen über das Attentat von 1988 mit 270 Toten enthüllen wolle, berichtete die britische Zeitung «Times» am Montag.

Begeisterter Empfang

Al-Megrahi ist der einzige, der wegen des Anschlags auf ein US-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie verurteilt wurde. Er war am Donnerstag aus schottischer Haft entlassen worden und noch am selben Tag nach Libyen geflogen.

Bei seiner Ankunft in Tripolis winkten hunderte Menschen mit libyschen und schottischen Fahnen. Der begeisterte Empfang hatte vor allem in den USA für Empörung gesorgt.

(fest/sda)

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