Unvermeidbar: Prämien steigen um 10 Prozent

publiziert: Mittwoch, 15. Apr 2009 / 14:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Apr 2009 / 14:50 Uhr

Bern - Ein Anstieg der Krankenkassenprämien um mindestens 10 Prozent ist im kommenden Jahr laut BAG-Vizedirektor Peter Indra unvermeidbar. Indra bezeichnet gar eine Erhöhung um durchschnittlich 13 bis 14 Prozent als «nicht unrealistisch».

Gemäss Peter Indra sind 10 Prozent eher positiv geschätzt. (Archivbild)
Gemäss Peter Indra sind 10 Prozent eher positiv geschätzt. (Archivbild)
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Gegenüber Radio DRS präzisierte Indra Angaben, die er am Wochenende zu einem Bericht des «SonntagsBlick» gemacht hatte.

Der Hoffnung, den Prämienanstieg fürs kommende Jahr mit Notmassnahmen noch unter 10 Prozent zu drücken, erteilte er dabei eine Abfuhr.

Die dringlichen Massnahmen, die Gesundheitsminister Pascal Couchepin am kommenden Dienstag präsentiere, würden erst 2010 wirksam, sagte Indra. Sie könnten deshalb die Verluste, die die Krankenkassen erlitten hätten, nicht mehr abwenden.

Indra gab zudem zu bedenken, dass die Gesundheitskosten auch im nächsten Jahr weiter zunähmen. Dies könne zu einer weiteren Prämiensteigerung von 3 bis 4 Prozent führen. Prämienaufschläge von insgesamt 13 bis 14 Prozent im kommenden Jahr seien deshalb «nicht unrealistisch», müssten aber mit grosser Vorsicht genossen werden.

Reaktion gefordert

Bestürzt reagierte die Politik auf diese Ankündigung. CVP-Ständerat Urs Schwaller (FR), Präsident der Gesundheitskommission der kleinen Kammer, sprach gegenüber Radio DRS von einem Schock. Es erstaune ihn, dass man heute herausfinde, dass 10 Prozent Steigerung in Kauf genommen werden müssten und man nichts mehr beeinflussen könne.

SVP-Nationalrat Jürg Stahl (ZH), Präsident der Gesundheitskommission des Nationalrats, bläst ins selbe Horn. So könne es nicht weitergehen. Das Parlament müsse nun reagieren, sagte er gegenüber Radio DRS.

(bert/sda)

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Santésuisse hat bereits Ende des vergangenen Jahresvon einer Prämienerhöhung gesprochen.
Hallo kaktus aus Heerbrugg
So ist es! Schon letztes Jahr kamen viele Stimmen auf, die sagten, dass eine weitere Prämienerhöhung zu Finanzproblemen führen werde ... Sie führten dazu, aber offenbar in einem Mass, wie Sie es beschreiben. Man/frau bezahlt und leistet sich halt weniger ...
Familien müssen vielleicht auf zuviele Dinge verzichten, die sie bisher gerne taten - auf Freizeitaktivitäten, persönliche Weiterbildung u.ä. und einige andere Dinge können nicht mehr gemacht oder gekauft werden. Klagen hörte ich fast keine .... Eigenartig, das der/die SchweizerIn dies so einfach schluckt, was da mit der KK passiert!

Jetzt, diese 10% sind denn doch etwas happig! Allein für meine Prämie wird wohl eine Erhöhung von nochmals 50 Fr. resultieren! Für mich und meine Frau sind das wohl WIEDER Fr. 100.-- oder mehr MEHR !

Aber eine Familie, da kommt es dann teuer - oft ZU TEUER! Was tun jetzt? Liebe Familienväter und -mütter, schreiben Sie Briefe und E-Mail an Ihre Versicherung und das Bundesamt für Gesundheit oder/und an Bundesrat Couchepin persönlich. Schildern Sie darin IHRE aktuelle finanzielle Situation und wie Sie, resp. Ihre familiäre Finanzlage diese weitere Prämienerhöhung noch vertragen oder nicht vertragen kann UND allenfalls WARUM dies NICHT MEHR VERTRÄGLICH IST FÜR SIE !!

Ich meine, wir hätten Sparpotenzial, ohne dass dabei die Leistungen und die Qualität der medizinischen Dienstleistungen und Medikamente geschmälert werden würde! Ich denke da an die gut bezahlten Leute im BA für Gesundheit, das Kaderpersonal des Bundesamts, die medizinischen Verantwortlichen an med. Unikliniken z.B., die Aerzte, die Professoren, auch die Hausärzte, kurz, das sehr gut verdienende medizinische quasi Kaderpersonal müssten Ihre sehr guten Löhne auch einmal überdenken und nach unten fahren! Genau gleich wie die Medikamentenpreis immer noch zu hoch sind. Wie sonst würden denn die Kosten immer dermassen steigen?

Irgendwo stimmt etwas einfach nicht. Ich war auch in der Pflege tätig. Aber mit dieser Entlöhnung für eine sehr schöne aber auch SEHR anstrengende Arbeit kann man gerade so leben. Grosse Sprünge liegen kaum drin. Obschon auch manchmal ein grosser Sprung .... einfach möglich sein sollte ...!

Auch hier im Gesundheitswesen gibt es eine Lohnschere, die nach oben unverhältnismässig aufgeht ...
Nicht mehr zahlbar
Wie lange soll das mit den jedes Jahr steigenden KK Prämien noch weiter gehen? Einen weiteren Anstieg der KK kann ich mir nur noch leisten, wenn ich keine Steuern mehr bezahle oder aufs Sozialamt gehe. Denn mehr Lohn gabs bereits seit Jahren nicht mehr. Und zu sparen gibts schon lange nichts mehr, alle Hobbys fielen der ständig wachsenden Teuerung zum Opfer.

Leider kann ich es nicht so machen, wie der Staat, indem ich meine Rechnungen bezahle, mit Geld, das ich nicht habe. Ebenso schade ist, dass der "Normalbürger" bei den Prämienerhöhungen die ich als moderne Art des Raubrittertums bezeichne – sich nicht wehren kann.
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