Variantenfahrer gibt sich nach Rettung aus Lawine geläutert

publiziert: Montag, 8. Feb 2010 / 19:32 Uhr
Variantenskifahrers Lehre: «Nie die Pisten verlassen, nachdem es geschneit hat. »
Variantenskifahrers Lehre: «Nie die Pisten verlassen, nachdem es geschneit hat. »

Sitten - Ein 21-jähriger Waadtländer ist am Wochenende von einer Lawine verschüttet worden. Nach 17 Stunden konnte er gerettet werden. «Ich bin ein leichtsinniges und kindisches Risiko eingegangen», gab er vom Spitalbett aus zu.

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Er sei ausserhalb der Pisten gefahren, bekannte der junge Mann. Seit er 17 Stunden unter einer Lawine habe ausharren müssen, habe sich seine Einstellung dazu geändert. Heute bereut er sein leichtsinniges Verhalten.

Seine Retter und die Ärzte bezeichnen das Überleben des jungen Mannes als «Wunder». Dieser war am Samstag gegen 15 Uhr von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Gerettet wurde er erst am Sonntag gegen 8 Uhr morgens. Als er unter der Lawine gelegen habe, sei ihm bewusst geworden: «Das wird eine lange, kalte Nacht.»

Konnte nicht widerstehen

Er habe dem Reiz nicht widerstehen können, den noch unberührten Hang herunterzufahren. «Ich bin zuerst einen Nordhang heruntergefahren, der Schnee war griffig. Bis ich dann in die Sonne kam», erzählte er. Der Hang sei regelrecht unter ihm weggebrochen.

Er stürzte den Abhang hinunter und wurde unter den Schneemassen begraben. Dieser Moment sei ihm irgend wie surreal vorgekommen, sagte er. Als es dann endlich still um ihn wurde, «konnte ich mich nicht mehr bewegen - weder Arme noch Beine. Das war wie Beton».

Einzig seinen Kopf konnte er drehen. Dadurch gelang es ihm, sich Raum zum Atmen zu schaffen. Gleichzeitig ass er immer wieder Schnee, um einem Wassermangel entgegen zu wirken.

Horrornacht

«Ich habe geschrien und geschrien.» Ohne Erfolg, obwohl die Retter bis halb zwei Uhr in der Nacht nach ihm suchten. Es war eine Horrornacht für den Verschütteten. «Ich habe mir gesagt, ich darf nicht aufgeben - all der Leute wegen, die mich gerne haben.»

Als es Morgen wurde, bewegte der junge Mann erneut seinen Kopf hin und her - was ihm das Leben rettete. Denn die Rettern registrierten die Bewegung vom Helikopter aus.

Als der 21-jährige endlich aus dem Schnee befreit werden konnte, war das «einer der schönsten Momente in meinem Leben». Für ihn ist dem Lawinenunglück klar: «Nie die Pisten verlassen, nachdem es geschneit hat. Und wenn, dann nur in Begleitung.»

(fest/sda)

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typisch Schweizer Fernsehen
anstatt den Vorfall journalistisch korrekt und kritisch zu hinterfragen, machen die sozial-pädagogisch ausgebildeten SF-Redaktoren und Zeitungsleute aus dem 21-jährigen Vollidioten einen Helden. Nicht auszudenken, wenn Unbeteiligte oder Helfer zu Schaden gekommen wären.
Strafe!!!
Also ich finde es ja schon armseelig das sowas in fernseher und zeitungen geschrieben wird. Am schluss kassiert der waadtländer noch sponsorengelder für diese strohdumme tat? Ich hoffe schwer das dies noch konsequenzen nach sich ziehen wird. Auch finanzielle!! Die krankenkasse sollte für den sputalaufenthalt keinen rappen bezahlen und für die rettung sollte er auch selber aufkommen!!
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