Vatikan: Widerstand gegen Homosexuellen-Ehe
publiziert: Donnerstag, 31. Jul 2003 / 19:56 Uhr

Rom - Der Vatikan hat katholische Politiker und Gläubige weltweit zum Widerstand gegen die Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften aufgerufen. Ehen gleichgeschlechtlicher Partner seien eine Gefahr für die Gesellschaft.

Die Ehe ist heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstossen, heisst es in einem in Rom veröffentlichten Dokument.

Unsittliche Handlung

In dem offiziellen Dokument, das jedoch kein Lehrschreiben ist, heisst es an Politiker gewandt: Wer einer rechtlichen Anerkennung der Homo-Ehe zustimme, begehe eine schwerwiegende unsittliche Handlung. Wo es solche Gesetze schon gibt, gehe es um Schadensbegrenzung.

Adoptierten homosexuelle Paare Kinder, würde dies faktisch eine Vergewaltigung der Kinder bedeuten. Homosexuelle Praktiken gehören zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstossen.

Achtung, Mitleid und Takt

Obwohl homosexuelle Beziehungen in der Bibel als schwere Verirrungen verurteilt würden, müsse man Männern und Frauen mit derartigen Tendenzen mit Achtung, Mitleid und Takt begegnen.

Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Amédée Grab, erklärte, dass der Vatikan mit dem Papier die Politiker an ihre Verantwortung erinnere, den Status der Ehe in Frage stellenden Gesetze zu bekämpfen. Grundsätzlich sei im Dokument nichts enthalten, was die Kirche nicht schon immer vertreten habe.

Er sei auch nicht gegen legislative Anpassungen, die es ermöglichten, die beim nicht-ehelichen Zusammenleben von zwei Menschen geleisteten Dienste zu berücksichtigen, sagte Grab.

Kritik der Betroffenen

Der Lesben- und Schwulenverbände in der Schweiz kritisierten das Dokument. Ein Vertreter von Pink Cross bezeichnete das Dokument als unmenschlich und skandalös.

Das Thema Homosexualität beschäftigte auch den Lutherischen Weltbund (LWB). Bei seiner Vollversammlung in Winnipeg (Kanada) konnte er sich nicht auf eine einheitliche Position einigen. Delegierte aus Westeuropa forderten eine kirchliche Anerkennung schwuler und lesbischer Paare. Zahlreiche Delegierte aus Afrika beriefen sich dagegen auf das biblische Leitbild der Ehe.

(bsk/sda)

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