Velovignette steht wohl vor dem Aus

publiziert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 15:56 Uhr

Bern - Die vom Parlament angestossene Abschaffung der Velovignette findet in der Vernehmlassung Anklang. Von den Parteien bricht die SP eine Lanze für die Vignette. Die anderen Parteien befinden, praktisch die ganze Bevölkerung habe eine Haftpflichtversicherung.

Abschaffung der Velovignette findet Anklang bei den Parteien.
Abschaffung der Velovignette findet Anklang bei den Parteien.
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Zur Abschaffung der Vignette geblasen hatte eine parlamentarische Initiative. Die Velonummer und die Vignette als ihr Nachfolger zeugten von der polizeilichen Regulierung jedes Lebensbereichs. Der zwischen vier und zehn Franken kostende Kleber bedeute einen riesigen Verwaltungsaufwand. Ein Grossteil der Bevölkerung verfüge beim Velofahren bereits über eine Haftpflichtversicherung.

An diesem Punkt setzt die SP mit ihrer Verteidigung der Vignette an. Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) teilt diese Ansichten. Mit der Vignette sei die Haftungsfrage integral geregelt - für Geschädigte und Schadensverursacher. Die günstige Vignette biete einen unklomplizierten und verursachergerechten Versicherungsschutz.

Sozial Schwächere wären betroffen

Zehn Prozent der Bevölkerung ohne private Haftpflichtversicherung stünden ohne Versicherung da - gerade sozial Schwächere wären betroffen.

Zudem diene die Vignette dem Abstellplatz-Management, indem die Polizei vignettenlose Fahrräder abtransportiere. Nicht zuletzt komme die Vignette bei der Identifikation gestohlener Velos zum Zuge. Die Bündner Kantonsregierung befürchtet wie SP und VCS, dass die Prämien bei einer Übernahme durch die Privatversicherer steigen.

Anders sehen das die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP: Die Kleber würden selten kontrolliert, die administrativen Kosten seien hoch und 90 Prozent der Bevölkerung schon versichert. Auch die Grünen hängen nicht am Kleber. Velofahren sei die einzige Sportart, welche eine eigene Haftpflichtversicherung erfordere.

(ade/sda)

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Der Velorowdy....
hatte mit grösster Wahrscheinlichkeit vorher auch keine Vignette. Also wird der Schaden so oder so aus dem Fond für Versicherungslose bezahlt. Aber mal ehrlich wieso kann man die Haftpflicht nicht obligatorisch machen? Mit der Krankenkasse geht es ja auch.
Tobi
Und wer bezahlt...
...ja, wer bezahlt, wenn mich ein Velorowdy ohne Versicherung über den Haufen fährt, der zufällig auf dem Existenzminimum lebt? Krieg ich dann einen schönen Schuldschein zum Einrahmen und Aufhängen über dem Spitalbett, oder was? Wo nix ist, hat der Kaiser sein Recht verloren - und es werden ja nicht gerade die Reichen sein, die sich die Versicherungsprämien sparen wollen!
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