Vereine haben im Schweizer Berufsfussball ausgedient

publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2003 / 14:41 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Okt 2003 / 15:08 Uhr

St. Gallen - Vorbei die Zeit des Vereinswesens im Schweizer Berufsfussball: Der Fussball-Club St. Gallen wird als letzter Verein der höchsten Spielklasse (Super League) eine Aktiengesellschaft. Der Verband hat diesen Schritt vorgeschrieben.

In St.Gallen plant man schon grösseres: Das neue Fussballstadion.
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Sitten, Lugano, Lausanne: Diese Vereine spielen nicht mehr in der höchsten Spielklasse des Schweizer Fussballs, die früher Nationalliga A (NLA) hiess und sich zu Beginn der laufenden Meisterschaft den Namen Axpo Super League (SL) gegeben hat.

Der Grund für ihre Relegation in untere Ligen, in denen die Zuschauer mit dem Feldstecher gesucht werden müssen, war nicht sportlicher Misserfolg - diese traditionsreichen Vereine waren in finanzeller Schieflage und erhielten vom Verband keine Lizenz mehr.

Jetzt schreibt die Swiss Football League (SFL) den zehn Klubs der Super League vor, ihre Vereine in Aktiengesellschaften umzuwandeln. "Wir wollen Fällen wie Sion, Lugano und Lausanne vorbeugen", sagt Rolf Suter, stellvertretender SFL-Direktor. Vereinen wird in Zukunft keine Lizenz für die höchste Schweizer Fussball-Liga mehr erteilt.

Der Fussball-Club St. Gallen, der älteste Fussballverein der Schweiz und des europäischen Festlands, hat nun die Gründung einer AG bekannt gegeben - als letzter der zehn SL-Vereine. Der FC St. Gallen möchte seine Aktien möglichst breit streuen und strebt ein Aktienkapital von 5 Mio. Fr. an.

Grossclubs wie Grasshoppers Zürich oder der FC Basel sind längst Aktiengesellschaften. GC wagte seinerzeit gar den Gang an die Börse, hat seine Wertpapiere aber bald wieder dekotiert. Grosse Vereine in England, wie beispielsweise Manchester United, erzielen an der Börse Gewinn. Der Markt ist ein anderer als in der Schweiz.

(fest/sda)

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