Verkehrspsychologen prüfen positive Gutachten für Raser

publiziert: Samstag, 15. Sep 2007 / 11:13 Uhr

Zürich - Die Gutachten im Falle des am Donnerstag verurteilten Rasers von Wohlen AG werden vom Verkehrspsychologen-Verband überprüft. Diese seien zu positiv gewesen, sagte Verbandspräsidentin Jacqueline Bächli-Biétry.

Oft verlieren unbeteiligte Opfer weit mehr, als Raser, die einen Unfall verschulden.
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Mit Absicht sei dem 39-jährigen Mann, der im November 2005 eine 14-jährige Schülerin zu Tode gefahren hatte, aber nicht ein zu positives Gutachten ausgestellt worden, sagte Bächli-Biétry in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Ihr Verband werde nun prüfen, wer die beiden Gutachten gemacht habe und diskutieren, wie dies habe geschehen können. Es gehe dabei aber nicht darum, jemanden fertig zu machen, sondern um eine Qualitätsverbesserung.

Bächli-Biétry wehrte sich auch gegen den Vorwurf, verkehrspsychologische Gutachten würden oft zu milde ausfallen. Es sei nicht Auftrag der Verkehrspsychologen, zurückliegende Delikte zu beurteilen. Stattdessen müsse die aktuelle charakterliche Eignung geprüft werden.

Justiz hat versagt

Im Fall des Rasers von Wohlen, der vor dem tödlichen Unfall sechsmal den Führerschein hatte abgeben müssen, sieht Bächli-Biétry die Justiz in der Pflicht. Diese hätte dem Mann unbedingt ein fünfjähriges Fahrverbot auferlegen müssen.

Anstatt aber den juristischen Handlungsspielraum auszuschöpfen, würden die Richter den schwarzen Peter aber meistens weiterreichen.

Zweistündiges Gespräch

Bächli-Biétry bestritt auch, dass Verkehrssünder die Psychologen ohne weiteres an der Nase herumführen könnten. Zur Abklärung werde unter anderem ein zweistündiges Gespräch geführt.

Der 39-jährige Raser von Wohlen war am Donnerstag vom Bezirksgericht Bremgarten AG zu einer unbedingten Freiheitstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Er hatte am 2. November 2005 eine 14-jährige Schülerin zu Tode gefahren, die mit dem Velo unterwegs war.

Der Raser war auf einer als «Todesstrasse» bekannten Strecke ausserorts ungebremst mit seinem Alfa Romeo mit dem Mädchen kollidiert. Bei der Kollision wurde das Mädchen 37 Meter weit weg in ein Feld geschleudert.

(fest/sda)

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