Verletzte bei Anschlag auf deutsches Gymnasium
publiziert: Donnerstag, 17. Sep 2009 / 10:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Sep 2009 / 17:03 Uhr

Ansbach - Bei einem Anschlag auf das Gymnasium Carolinum im fränkischen Ansbach sind zehn Menschen verletzt worden. Drei von ihnen hätten schwere Verletzungen erlitten, sagte Manfred Lacker, Mitglied des Ansbacher Katastrophenschutzes.

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Bei den Opfern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei um drei Mädchen und einen Jungen aus einer achten Klasse. Eines der Mädchen wurde schwerer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr, wie es hieß. Der Katastrophenschutz sprach hingegen von elf Opfern.

Der Täter verschaffte sich offenbar mit einer Axt Zugang zu dem Gymnasium. Der Anschlag habe sich gegen 8.35 Uhr ereignet, so ein Behördensprecher.

Der Jugendliche konnte zehn Minuten nach dem Anschlag um 8.45 Uhr von einer Polizeistreife überwältigt und festgenommen werden. Die Beamten schossen auf den Mann, der dabei schwer verletzt wurde. Ein Rettungshubschrauber brachte den 18-Jährigen in ein Krankenhaus.

Täter konnte noch nicht befragt werden

Das Gymnasium Carolinum wurde nach der Tat von Polizisten umstellt. Obwohl die Polizei vorerst nicht von einem weiteren Täter ausging, durchsuchten Beamte die geräumte Schule. «Alle sind in Sicherheit», sagte eine Polizeisprecherin.

Es spreche nichts dafür, dass der 18-Jährige einen Mittäter gehabt habe. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen ihn beantragt. Wegen seiner schweren Verletzungen konnte er bislang nicht befragt werden.

Schüler informierten die Schulleitung

Nach der Tat rannten zwei Schüler ins Direktorat und informierten die Schulleitung, die die Polizei alarmierte. Diese rückte mit einem Großaufgebot an.

Nach Angaben von Direktor Franz Stark trugen Lehrer die verletzten Schüler aus dem Gebäude und überprüften, ob alle die Klassenräume verlassen hatten. Die meisten der auf den Schulhof geschickten Jugendlichen hätten zuerst an eine Übung geglaubt, berichtete Stark.

Der Täter wurde festgenommen

Alle Verletzten - darunter Lehrer und Schüler - befänden sich inzwischen zur Versorgung im Spital, Lebensgefahr bestehe aber bei niemandem. «Der Täter konnte noch vor Ort festgenommen werden», erklärte Lacker. Nach den bisherigen Erkenntnissen schleuderte der Täter mehrere Molotow-Cocktails auf die Schule.

Ob die Verletzungen durch die Brandsätze entstanden oder ob der Täter anschliessend in der Schule die Betroffenen angegriffen hat, steht noch nicht fest, sagte Lacker.

Am Tatort ist ein Grossaufgebot von Polizei und Rettungskräften im Einsatz. Die Schule mit ihren 600 bis 700 Schülern wurde vollständig evakuiert, das Gebäude wird nach Bomben und Waffen durchsucht.

(fkl/sda)

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