Verluste für SPD nach Ausschluss von Clement

publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 13:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Aug 2008 / 19:53 Uhr

Berlin - Die SPD ist nach dem Ausschlussentscheid gegen Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement durch die Schiedskommission des SPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen in der jüngsten Umfrage auf 20 Prozent abgestürzt.

Spaltet die Partei: Der ehemalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.
Spaltet die Partei: Der ehemalige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement.
1 Meldung im Zusammenhang
Die Sozialdemokraten hatten zur Wochenmitte, bevor die Schiedskommission ihre Entscheidung bekanntgab, noch bei 23 Prozent gelegen, wie die wöchentliche Forsa-Umfrage für das Magazin «Stern» und den Sender RTL auf 20 Prozent ergab.

Im Wochendurchschnitt ergab sich nunmehr ein SPD-Wert von 22 Prozent - ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die Union kam wie vor Wochenfrist auf 38 Prozent, die FDP fiel um einen Punkt auf elf Prozent. Die Linke erreichte unverändert 14 Prozent, die Grünen verharrten bei zehn Prozent.

Damit hat das schwarz-gelbe Lager mit 49 Prozent drei Punkte mehr als SPD, Grüne und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen. Forsa befragte vergangene Woche 2500 repräsentativ ausgesuchte Bürger Deutschlands.

Mehrheit gegen Parteiausschluss

Einen Parteiausschluss von Clement hält eine breite Mehrheit in der Bevölkerung für falsch. In einer Forsa-Umfrage für den «Stern» sprachen sich 68 Prozent aller Bürger dagegen aus, lediglich 17 Prozent befürworteten einen Rauswurf.

Bei den SPD-Wählern waren bundesweit 71 Prozent gegen den Ausschluss, 19 Prozent dafür. In Clements Stammland Nordrhein-Westfalen sprachen sich 69 Prozent der SPD-Wähler dagegen und 20 Prozent dafür aus. Hierfür befragte Forsa vergangene Woche 2002 Bundesbürger.

Entscheid spaltet SPD

Am 31. Juli war bekannt geworden, dass die Schiedskommission des SPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen Clement wegen parteischädigenden Verhaltens aus der SPD ausschliessen will. Der Entscheid löste einen heftigen parteiinternen Streit aus.

Clement, der heute unter anderem für einen deutschen Energiekonzern arbeitet, hatte im hessischen Wahlkampf der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti in einem Gastbeitrag für die Zeitung «Welt am Sonntag» scharf für deren Energiepolitik kritisiert und damit indirekt als nicht wählbar bezeichnet.

Ypsilanti will Atomkraftwerke abschalten und hat sich auch gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke ausgesprochen. Clements Äusserungen sorgten für Empörung in der SPD. Mehrere prominente Mitglieder forderten seinen Ausschluss.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die SPD will den ehemaligen ... mehr lesen
Die SPD will den ehemaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement ausschliessen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen 2010 und 2016 gute 300 Kolumnen über China, Vietnam, Birma und Asien im Allgemeinen für uns verfasst hat. mehr lesen 
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 22°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 13°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 15°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 16°C 23°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 17°C 22°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 19°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 20°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten