Vermehrt Angriffe gegen Muslime in London

publiziert: Mittwoch, 3. Aug 2005 / 20:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Aug 2005 / 21:57 Uhr

London - Die Zahl der Angriffe gegen Muslime in London ist seit den Anschlägen vom Juli um 600 Prozent gestiegen. Wie britische Medien berichten, registrierte die Polizei 269 Fälle von Beleidigungen, Körperverletzung oder Beschädigungen.

Die Muslime könnten sich durch die Bedrohung weiter zurückziehen.
Die Muslime könnten sich durch die Bedrohung weiter zurückziehen.
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Im selben Zeitraum des Vorjahres gab es nach den Angaben nur 40 solcher Vorfälle. Allein in den ersten drei Tagen nach den Anschlägen gegen drei U-Bahnen und einen Bus, bei denen 56 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden waren, habe es 68 "religiös motivierte Hassdelikte" gegeben.

"Es gibt keinen Zweifel daran, dass solche gegen die muslimische Gemeinschaft gerichteten Vorfälle zugenommen haben", sagte Tarique Ghaffur von Scotland Yard. Dies könne dazu führen, dass sich die Muslime in einer Zeit "komplett in ihr Schneckenhaus zurückziehen", wenn man ihre Unterstützung brauche.

Polizei an der Grenze der Belastbarkeit

Wie Zeitungen ausserdem berichteten, arbeitet die britische Polizei auf Grund der Terrorermittlungen mittlerweile an ihren personellen und finanziellen Grenzen. Tagtäglich sind 1000 Polizisten bis zu zwölf Stunden im Einsatz, und dies sieben Tage die Woche, hiess es in der "Times" und im "Guardian".

Täglich entstünden Kosten in Höhe von etwa 750 000 Euro. Auf der Suche nach zusätzlichem Geld käme etwa eine Erhöhung der ohnehin nicht geringen Gemeindesteuer in Frage, hiess es.

(bert/sda)

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