Sicherheitsvorkehrungen für Geheimdienst

Verschärfter Schutz für US-Daten

publiziert: Freitag, 19. Jul 2013 / 11:17 Uhr
Weniger Personen dürfen transportable Datenspeicher nutzen.
Weniger Personen dürfen transportable Datenspeicher nutzen.

Aspen - Die US-Geheimdienste verschärfen als Konsequenz aus den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden den Zugang zu sensiblen Daten.

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NSA-Chef Keith Alexander sagte am Donnerstag bei einem Sicherheitsforum in Aspen, für den Zugang zu Geheimdienst-Serverräumen trete eine «Zwei-Mann-Regel» in Kraft, wie sie auch auf Atomwaffen-Stützpunkten gelte.

Die neuen Regeln gälten für Systemadministratoren und alle Personen, die Zugang zu Serverräumen hätten. Zudem werde auch die Zahl der Personen reduziert, die die Befugnis hätten, in Sicherheitsbereichen auf transportable Speichermedien wie mobile Festplatten zu schreiben, kündigte Alexander an.

Verteidigungs-Staatssekretär Ashton Carter sagte, die verschärften Sicherheitsmassnahmen gälten ab sofort. Auch die Praxis, umfassende Erkenntnisse auf einem einzigen Server zu speichern, werde überprüft.

Substanzieller Schaden

Die US-Behörden sind nach Angaben des NSA-Chefs über das ganze Ausmass des Datendiebstahls durch Snowden im Bilde. Man wisse genau, was er von den Geheimdienstservern heruntergeladen habe. Carter bezeichnete den Schaden für die Geheimdienste als «sehr substanziell».

In Sicherheitskreisen hatte es geheissen, Snowden habe mindestens einige Zehntausend geheimer Dokumente an sich gebracht. Der 30-Jährige sitzt derzeit im Transitbereich eines Moskauer Flughafens fest und hat in Russland Asyl beantragt. Er hatte seine Enthüllungen damit begründet, dass die Öffentlichkeit erfahren müsse, dass es ein riesiges Überwachungssystem gebe, das in die Privatsphäre aller reiche.

Snowden hatte enthüllt, dass die US-Unternehmen die NSA bei der Überwachung des Internetverkehrs unterstützen. Viele Unternehmen hatten erklärt, sie gewährten den Behörden keinen direkten Zugang zu eigenen Servern. Alexander betonte, die Unternehmen hätten keine andere Wahl als zu kooperieren. Dies sei gesetzlich vorgeschrieben.

(bert/sda)

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