Verschnaufspause für Rey

publiziert: Donnerstag, 22. Jan 2004 / 11:14 Uhr

Bern - Der gescheiterte Financier Werner K. Rey schuldet dem Kanton Bern noch rund 4,3 Mio. Franken an Verfahrenskosten. Staatsanwalt Beat Schnell verzichtet wegen hoher Prozessrisiken aber im Moment darauf, Rey in England dafür zu belangen.

Rey war im April 2002 wegen Finanzschwindel zu vier Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt worden.
Rey war im April 2002 wegen Finanzschwindel zu vier Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt worden.
Er habe abklären lassen, ob Rey an seinem letzten bekannten Wohnort London für seine Schulden belangt werden könnte, bestätigte der Berner Staatsanwalt Schnell einen Bericht der Berner Zeitung.

Im Moment verzichte die Staatsanwaltschaft jedoch auf weitere Schritte. Die Abklärungen hätten ergeben, dass zur Eintreibung der Verfahrenskosten ein weiterer sehr aufwändiger Prozess nötig würde. Die Risiken eines solchen Prozesses erschienen für den Kanton Bern als zu hoch.

Die Forderung des Kantons Bern von 4,3 Mio. Franken gegen Rey sei durch Strafrichter festgelegt worden. Damit handle es sich um eine öffentlich-rechtliche Forderung, die man nicht einfach auf dem Zivilweg einfordern könne.

Dass der Kanton Bern im Moment darauf verzichte, Rey zu belangen, heisse nicht, dass der gescheiterte Financier nie mehr etwas aus Bern hören werde, sagte Schnell. Falls Herr Rey in einem anderen Land auftauchen und dort zu neuen Vermögenswerten kommen sollte, werden wir die Lage neu überprüfen.

Dasselbe werde man auch tun, falls bekannt würde, dass Rey in der Schweiz neue Vermögenswerte anhäufen würde. Ansonsten müsse man auf eine Änderung der Rechtslage hoffen, etwa an einen Staatsvertrag zwischen der Schweiz und England, mit dem solche Forderungen leichter geltend gemacht werden könnten.

Der heute 60-jährige Rey war im April 2002 vom Kassationshof des bernischen Obergerichts wegen Betruges, Urkundenfälschung und mehrfachen betrügerischen Konkurses zu vier Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt worden. Auf Grund eines Urteils des Bundesgerichts war damit das Strafmass der ersten Instanz vom Juli 1999 um drei Monate verlängert worden.

(bsk/sda)

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