Verstärkte Prävention zur Aids-Bekämpfung

publiziert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 18:08 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Aug 2006 / 21:32 Uhr

Toronto- Der Kampf gegen Aids soll sich künftig stärker auf die Vorbeugung konzentrieren. Wissenschaftler, Geldgeber und Aktivisten einigten sich an der Aidskonferenz in Toronto auf die neue Strategie.

Wegen Aids wird es im südlichen Afrika bis 2010 mehr als 15 Millionen Halb- oder Vollwaisen haben.
Wegen Aids wird es im südlichen Afrika bis 2010 mehr als 15 Millionen Halb- oder Vollwaisen haben.
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Die Anstrengungen bei der Bekämpfung der Epidemie seien zu lange vor allem darauf gerichtet gewesen, Medikamente zur Behandlung der infizierten Menschen verfügbar zu machen, sagte der Chef der UNO-Behörde zur Bekämpfung von Aids, Peter Piot, an der Aidskonferenz.

Das Thema Prävention hingegen sei zunehmend von der Agenda verschwunden. Vorbeugende Massnahmen stiessen Experten zufolge in der Vergangenheit häufig auf Widerstand einiger politischer und religiöser Gruppen.

Insbesondere Frauen soll in Zukunft geholfen werden, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Sie machen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gut die Hälfte der weltweit 34 Millionen HIV-Infizierten aus.

Behandlung schon vor Infektion

Experten sprachen sich dafür aus, besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe wie Prostituierte schon vor einer Infektion mit Aids-bekämpfenden Medikamenten zu behandeln. Vor allem aber müssten auch die grundlegenden Rechte der Frauen gestärkt werden.

Für einen erfolgreichen Kampf gegen Aids müssten sich auch weit mehr Menschen als bisher einem HIV-Test unterziehen. «Nur zehn Prozent der Menschen weltweit wissen über ihren HIV-Status Bescheid», sagte Kevin De Cock, Leiter der HIV/Aids-Abteilung der WHO.

Jährlich infizieren sich rund vier Millionen Menschen mit Aids. Wegen der Folgen der Krankheit wird es im südlichen Afrika nach Einschätzung der UNO zudem bis zum Jahr 2010 mehr als 15 Millionen Halb- oder Vollwaisen geben.

(smw/sda)

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