Vertrauensarbeitszeit oder Zeiterfassung? Eine Abwägung

publiziert: Donnerstag, 22. Dez 2022 / 20:49 Uhr
Die gute, alte Stechuhr hat in vielen Betrieben ausgedient.
Die gute, alte Stechuhr hat in vielen Betrieben ausgedient.

In Deutschland geniessen einige Arbeitnehmer das volle Vertrauen ihres Vorgesetzten, andere nehmen dagegen eine detaillierte Erfassung ihrer geleisteten Arbeitszeit vor.

Im ersten Moment mag es sich dabei besonders verlockend anhören, auf einer Vertrauensbasis zu arbeiten, ohne die detaillierte arbeitszeit berechnen zu müssen. Doch gehen von der Vertrauensarbeitszeit tatsächlich mehr Vorteile als von der strukturierten Zeiterfassung aus? Der folgende Beitrag geht dieser Frage auf den Grund.

Die Umsetzung der Vertrauensarbeitszeit

Es ist stets von dem jeweiligen Unternehmen abhängig, wie die Umsetzung der Vertrauensarbeitszeit im Detail erfolgt. Gültig ist jedoch auch dabei, dass stets der vorliegende Arbeitsvertrag bestimmt, welche Arbeitszeit zu leisten ist.

Durch die Vertrauensarbeitszeit ist es für die Arbeitnehmer in vielen Fällen jedoch einfacher, diese Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Gehen die Arbeitszeiten dabei über das Mass hinaus, welches tariflich vereinbart wurde, muss die entsprechende Aufzeichnung durch den Arbeitnehmer selbst vorgenommen werden, damit ein Nachweis über diese Überstunden besteht.

Es lassen sich ausserdem einige Berufe ausmachen, in denen sich die Vertrauensarbeitszeit kaum umsetzen lässt, wie beispielsweise im medizinischen Bereich oder dem Einzelhandel ? in diesen sind schliesslich feste Präsenzzeiten nötig. Anders sieht dies jedoch bei projektbezogenen Jobs oder in Agenturen aus.

Die Arbeitszeiterfassung: Überwiegen ihre Vorteile doch?

Wird von der Arbeitszeiterfassung gesprochen, denken viele Menschen noch an die typische Stechuhr. Allerdings nutzen die meisten Unternehmen heute digitale Systeme zur Zeiterfassung ihrer Mitarbeiter. Diese müssen sich dann nach Beendigung ihrer Arbeit oder in Pausen abmelden.

Es besteht die Möglichkeit, die Erfassung der Arbeitszeit auch mit einem Gleitzeitmodell zu vereinen, dennoch ist vorgegeben, wie viele Arbeitsstunden pro Tag durch die Arbeitnehmer abgeleistet werden müssen. In Deutschland überwiegt das Modell der Arbeitszeiterfassung über die Vertrauensarbeitszeit.

Generell weist die Erfassung der Arbeitszeit selbstverständlich eine geringere Flexibilität auf, allerdings gehen von diesem Modell dennoch auch nicht zu vernachlässigende Vorteile aus. Dies betrifft vor allem die Überstunden. Diese werden schliesslich direkt vom Unternehmen erfasst und ausgewertet. So besteht zu jeder Zeit ein genauer Überblick über die Überstunden. Eine selbstangefertigte Dokumentation durch den Mitarbeiter muss nicht erfolgen. Daneben profitieren die Unternehmen davon, da sie so in der Lage sind, schneller zu erkennen, wenn es zu hohen Auslastungen in bestimmten Abteilungen kommt.

Dennoch: Ein Nachteil der Zeiterfassung besteht mit Sicherheit darin, dass mit der Überprüfung der Arbeitszeit stets auch das Gefühl mitschwingt, durch den Arbeitgeber überwachst zu werden. Ein wünschenswerter Abbau der Bürokratie in deutschen Unternehmen erfolgt durch die Erfassung der Arbeitszeiten ebenfalls kaum.

Es besteht ausserdem die Gefahr, dass nicht das Ergebnis der jeweiligen Arbeit, sondern ausschliesslich der dafür geleistete Aufwand im Fokus steht. Zu einem Problem kann dies insbesondere bei projektbasierter oder kreativer Arbeit werden.

Welches Modell ist das bessere?

Diese Ausführungen zeigen, dass es kaum möglich ist, pauschal zu bewerten, ob sich die Zeiterfassung oder die Vertrauensarbeit als vorteilhafter zeigen. Ausschlaggebend ist für die Beantwortung der Frage vor allem die Branche, in der gearbeitet wird.

Nicht zu vernachlässigen sind jedoch auch die persönlichen Präferenzen des Arbeitnehmers. Es lassen sich so durchaus Personen finden, die mit klar geregelten Strukturen hinsichtlich ihrer Arbeitszeit wesentlich besser klarkommen, als mit flexibler Eigenverantwortung.

(fest/pd)

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