Verwandte geben Galway-Angeklagtem ein Alibi
publiziert: Donnerstag, 12. Mrz 2009 / 16:46 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mrz 2009 / 18:00 Uhr

Dublin - Im Prozess um den Mord an einer jungen Bernerin im irischen Galway ist der Angeklagte erneut belastet worden. Ein Techniker erklärte, das Handy des Angeklagten sei am Tatabend aufgrund eines Anrufs in der Umgebung des Tatorts geortet worden.

Der Prozess begann Anfang Woche und dauert etwa zweieinhalb Wochen.
Der Prozess begann Anfang Woche und dauert etwa zweieinhalb Wochen.
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Der Anruf erfolgte demnach am 8. Oktober 2007 um 19.20 Uhr Ortszeit. Bereits um etwa 19 Uhr waren von dem Handy aus mehrere SMS aus der weiteren Umgebung des Tatorts abgesetzt worden.

Die Sprachschülerin aus Hinterkappelen BE hatte am Abend des 8. Oktober 2007 ihre Gastfamilie verlassen. Sie wollte sich im Zentrum von Galway mit ihren Freunden treffen. Einen Tag später wurde die Leiche der 17-Jährigen in der Nähe von Eisenbahngleisen in einem unbewohnten Teil der Hafengegend entdeckt.

Ire beteuert Unschuld

Der 28-jährige Ire, der sich wegen des Delikts vor Gericht verantworten muss, beteuert weiter seine Unschuld. Im Verhör hatte er angegeben, sich am fraglichen Abend ausschliesslich im Vergnügungsviertel Salthill aufgehalten zu haben. Das fragliche Gebiet entlang der Gleise habe er schon lange nicht mehr besucht.

Zwischen drei und vier Uhr nachmittags habe er seinen Schwager getroffen. Mit diesem und seinem eigenen Bruder habe er den Abend verbracht, sagte der Mann gegenüber den Ermittlern aus. Die beiden Verwandten erschienen vor dem Kriminalgericht in Dublin.

Sie lieferten dem Angeklagten allerdings kein vollständiges Alibi. Vielmehr gaben sie an, sie hätten ihren Verwandten erst um acht Uhr abends in der Stadt getroffen. Wann genau die junge Frau umgebracht wurde, ist bislang nicht bekannt.

Belastende DNA-Spuren

Der Prozess begann am Montag und dauert etwa zweieinhalb Wochen. Der Angeklagte bestreitet den Mord, hat aber eingeräumt, das Handy und die Kamera des Teenagers gestohlen zu haben. Schwer belastet wird er durch DNA-Spuren auf einem Kondom, das unweit des Tatorts in einem Gebüsch entdeckt wurde.

Der Mann hat bereits ein langes Strafregister. Unter anderem war er 2006 wegen sexueller Nötigung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden.

(smw/sda)

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