Viele Jugendliche sind arbeitslos

publiziert: Freitag, 25. Mrz 2005 / 09:14 Uhr

Bern - Die starke Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit hat die kantonalen Arbeitsämter auf den Plan gerufen. Das Tessin, die Romandie und die Deutschschweiz bekämpfen das Problem mit innovativen Konzepten. Erste Erfolge zeichnen sich ab.

Immer mehr Jugendliche haben Mühe, eine Stelle zu finden.
Immer mehr Jugendliche haben Mühe, eine Stelle zu finden.
Die Jugendarbeitslosigkeit lag im letzten Jahr laut Zahlen des Staatsekretariats für Wirtschaft (seco) mit 5,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt (3,9 Prozent). Beunruhigend ist die starke Zunahme, lag die Quote 2001 doch bei nur 1,8 Prozent.

Grosse Unterschiede gibt es zwischen den Sprachregionen. Während in der Westschweiz 6,2 Prozent der 15- bis 24-Jährigen im letzten Jahr ohne Stelle waren, so waren es in der Deutschschweiz 4,7 Prozent und im Tessin 6,6 Prozent. Stark betroffen waren Lehrabgänger.

Am gleichen Strick ziehen

Um die Jugendarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, legte Bundesrat Joseph Deiss im Februar einen Aktionsplan vor. Bund und Kantone ziehen dabei am gleichen Strick. Je nach Sprachregion gibt es jedoch leicht unterschiedliche Konzepte.

So haben die Westschweizer ein Modell auf die Beine gestellt, dass die praktische und theoretische Weiterbildung fördert und so den Jugendlichen als Sprungbrett in den Beruf dienen soll. Dieses Modell läuft unter der Bezeichnung Semestre de Motivation (SEMO). Das SEMO verbindet die Arbeit in einer Lehrwerkstätte mit einer Weiterbildung etwa in Form von Sprach- und Mathematik-Kursen.

Mentoring und Coaching

Im Tessin haben vor allem die 20- bis 24-jährigen Jugendlichen Mühe, eine Stelle zu finden. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,8 Prozent.

Anfang März hat die CVP im Tessiner Kantonsparlament eine Motion eingereicht, um die Jugendarbeitslosigkeit mit einem sieben Punkte-Plan zu bekämpfen. Darin werden etwa Beschäftigungsverträge zwischen dem Kanton und grossen Firmen sowie Einsätze Jugendlicher in der Deutschschweiz oder im Ausland vorgeschlagen.

In der Deutschschweiz setzen die Kantone auf Mentoring und Coaching. Beim Mentoring begleitet eine erfahrene Person einen Jugendlichen vor oder während der Lehre. Als Mentoren kommen unter anderem Rentner zum Einsatz. Beim Coaching unterstützt ein Profi einen Jugendlichen bei den ersten Schritten ins Berufleben.

(rp/sda)

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