Volk möchte bei Armee und Strassen sparen
publiziert: Mittwoch, 20. Aug 2003 / 16:49 Uhr

Bern - Das Schweizer Volk will anders sparen als das Parlament: 57,4 Prozent würden bei der Armee ansetzen, 37 Prozent beim Strassenbau und 34,6 Prozent im Asylwesen.

57,4 Prozent würden bei der Armee sparen.
57,4 Prozent würden bei der Armee sparen.
Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Basler Instituts Konso im Auftrag des Beobachters. Dabei wurden 885 stimmberechtigte Personen befragt. Bei den Politikern wurden die wieder kandidierenden Parlamentarier interviewt.

Bei der SP stehen demnach sowohl bei der Fraktion wie bei der Parteibasis die Armee und der Strassenbau an den ersten beiden Stellen der Sparziele. Während bei der Fraktion jedoch auf Platz drei die Randregionen folgen, ist es bei der Basis der Asylbereich.

Die FDP-Fraktion will primär bei der Wohnbauförderung, im Asylbereich und bei den Alternativenergien sparen. Bei der Basis steht hingegen die Armee an erster Stelle, gefolgt vom Asylbereich und dem Strassenbau.

Primäre Sparziele der SVP-Fraktion sind der Asylbereich, die Kinderkrippen sowie die Wohnbauförderung. Bei der Basis steht der Asylbereich ebenfalls an erster Stelle, gefolgt von der Landesverteidigung und der Entwicklungshilfe.

Bei der CVP wollen sowohl Fraktion wie Basis bei der Armee am meisten sparen. Bei der Fraktion folgen der Strassenbau und der Asylbereich, bei der Basis die selben Themen, jedoch in umgekehrter Reihenfolge. Die Sparziele sind folglich fast deckungsgleich.

Gänzlich deckungsgleich sind die Sparziele schliesslich bei den Grünen. Sowohl Fraktion als auch Basis wollen primär bei der Armee und beim Strassenbau sparen.

Finanzminister Kaspar Villiger verteidigt im Interview mit dem Beobachter das Entlastungsprogramm des Bundes, das überall den Sparhebel ansetzt. Bei der Armee könne nicht noch mehr gespart werden, auch wenn dies das Volk wünsche.

(bert/sda)

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