Volksbefragung in Korsika nach spektakulärer Festnahme

publiziert: Sonntag, 6. Jul 2003 / 09:08 Uhr

Ajaccio - Knapp 48 Stunden Stunden nach der spektakulären Festnahme des mutmasslichen Präfekten-Mörders hat auf Korsika eine Volksbefragung über den Status der Mittelmeerinsel begonnen.

Die mehr als 190 000 Wähler der Insel sind aufgerufen, für oder gegen die Bildung einer einzigen Verwaltungseinheit zu stimmen. Bei einer Mehrheit der Ja-Stimmen würde die bisherige Aufteilung in zwei Départements abgeschafft.

Die konservative Regierung in Paris will mit dieser vierten Reform in 22 Jahren die Gewalt auf der Insel eindämmen und eine vorsichtige Selbstständigkeit einleiten. Der Ausgang dieser Befragung ohne bindendes Ergebnis ist völlig ungewiss. Politische Beobachter befürchten eine hohe Zahl von Nichtwählern.

Colonna soll am 6. Februar 1998 den Präfekten von Korsika, Claude Erignac, in Ajaccio auf offener Strasse erschossen haben. Seit Jahrzehnten kämpfen Nationalisten mit blutigen Anschlägen um die Unabhängigkeit Korsikas.

Gegen ihn wurde inzwischen ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Anti-Terror-Richter Jean-Louis Bruguière leitete das Verfahren wegen Mordes in Zusammenhang mit einer terroristischen Unternehmung ein.

Untersuchungssrichter Gilbert Thiel eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen Yvan Colonnas mutmasslicher Beteiligung an einem Überfall auf eine korsische Polizeistation 1997. Damals war die Waffe gestohlen worden, mit der Claude Erignac am 6. Februar 1998 in der Inselhauptstadt Ajaccio getötet worden war.

Den Angaben zufolge machte Colonna, der sehr ruhig gewesen sei, keine Aussage. Er wurde anschliessend wieder in das Pariser Santé-Gefängnis gebracht und soll am Dienstag zwei weiteren Richtern vorgeführt werden.

(rr/sda)

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