Wache mit Reizspray statt durchgeladener Waffe
publiziert: Montag, 6. Okt 2008 / 21:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Okt 2008 / 21:59 Uhr

Bern - Die Armee reagiert auf die ungewollten Schussabgaben während dem Wachtdienst: Sie verzichtet ab sofort auf den umstrittenen Wachtdienst mit durchgeladener Waffe. Die neue Regelung ist gemäss VBS die Reaktion auf eine Risikoanalyse.

Wache mit durchgeladener Waffe ist nur noch ausnahmsweise möglich.
Wache mit durchgeladener Waffe ist nur noch ausnahmsweise möglich.
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Der Wachtdienst soll neu mit dem Magazin in der Waffe, aber mit nicht ausgeführter Ladebewegung durchgeführt werden (untergeladene Waffe). Diesen Entschluss fasste der Chef des Führungsstabes, Peter Stutz, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte.

Die Sicherheit der Soldaten stand laut VBS bei der neuen Regelung im Vordergrund. Die Analyse habe gezeigt, dass durch die Regelung ein Risiko bestehe, sagte Armee-Sprecher Christoph Brunner auf Anfrage. Sobald die Ergebnisse der Militärjustiz zu den Vorfällen vorlägen, werde die Lage überprüft.

Der Entschluss sei im Einvernehmen mit Bundesrat Samuel Schmid und dem interimistischen Chef der Armee, André Blattmann, gefallen, hiess es weiter.

Ausnahmen möglich

Seit Anfang 2008 gilt der Wachtdienst mit durchgeladener Waffe als Regelfall. Die Truppenkommandanten konnten allerdings davon abweichen. Neu gilt die umgekehrte Weisung: Der Wachtdienst mit untergeladener Waffe ist die Regel, Ausnahmen sind nur bei einer konkreten Bedrohung möglich. Dazu würde etwa die Bedrohung durch einen Terroranschlag gehören.

An mehreren Standorten wehrten sich die lokalen Behörden erfolgreich gegen die alte Regelung. Politisch geriet der Beschluss zum Wachtdienst auf allen Ebenen unter Druck.

Die Soldaten erhalten neu für den Wachtdienst einen Reizstoffspray. Diesen habe die Armee bereits während der Fussball-Europameisterschaft eingesetzt. Damit erhielten die Soldaten eine alternative Form der Zwangs- und Gewaltanwendung.

(ht/sda)

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Wow...Pfefferspray...
...wie abschreckend...
Dann müssen halt diejenigen, die Wachtdienst schieben, ...
... ihre Waffe so kennenlernen, wie wir es noch mussten und wie es heute sicher nicht anders ist. Nämlich auch das doch eher Unangenehme, den Drill an der Waffe üben-üben-üben ... Wir sagten damals: Das muss "noch im Schlaf" funktionieren!

Trotzdem ist eine solche Waffe, wie das Sturmgewehr, top gefährlich!

Mit entsicherter Waffe Wachtdienst leisten zu müssen, das ist - enschuldigen Sie, die Herren Stabsoffiziere ... - schlicht ein Blödsinn und eine Verkennung der (auch und gerade heute) zivilen Realität!

Auch mit geübten Profis ist Bewachung mit entsicherter Waffe doch nur in wirklich gefährlichen Situationen erst angezeigt - Heute, so denke ich, eher eine Ausnahme!
Lernt die Wehrmänner mit Waffen umzugehen!
Richtig ist der Entscheid, dass die Wehrmänner nicht mehr mit geladenen Waffen den Wachtdienst absolvieren. Es kann nicht sein, dass in Dörfern, wo Schulkinder den Schulweg am Wachtlokal vorbeiführt, die Soldaten mit geladenen Gewehren zirkulieren.
Lernt zuerst das 1 x 1 des Gewehres. Es kann nicht sein dass unsere Soldaten an der Bundesübung keine Ahnung vom Gewehr haben, und zuerst instruiert werden müssen. Solche Wehrmänner sollten zusätzliche Diensttage absolvieren. Wir Eidgenossen sollten doch stolz sein, dass wir überhaupt noch beschränkt Waffen besitzen dürfen.
.
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