Wahlen 2003: SP-Generalsekretär im Gespräch mit news.ch

publiziert: Sonntag, 19. Okt 2003 / 19:08 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 19. Okt 2003 / 22:14 Uhr

Zürich – SP-Generalsekretär Reto Gamma zeigt sich in einer ersten Stellungsnahme nach den Wahlerfolgen der Ständerats-Kandidatinnen Anita Fetz und Simonetta Sommaruga zufrieden. Ebenfalls begrüsst er die Wahl des Zuger SGA-Nationalrats-Kandidaten Josef Lang.

Reto Gamma, SP-Generalsekretär.
Reto Gamma, SP-Generalsekretär.
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Wie schätzen Sie die Wahlerfolge der SP-Ständeratskandidatinnen Anita Fetz und Simonetta Sommaruga ein?

Die Erfolge von Frau Fetz in Basel und Frau Sommaruga in Bern kamen für uns alle sehr überraschend. Wir hatten mit Erfolgen in den zweiten Wahlgängen gerechnet, so ist es aber natürlich umso besser. Somit ist die SP in den kommenden vier Jahren mit zwei neuen Frauen stark vertreten. Dies bedeutet auch für die Städte ein Erfolg.

Im Kanton Zug kam es zum überraschenden Wahlsieg von Nationalrats-Kandidat Josef Lang von der SGA (Sozialistisch Grüne Alternative Zug). Wie beurteilen Sie seinen Wahlerfolg?

Wir sind natürlich sehr froh darüber, dass Josef Lang das Rennen gemacht hat. Wir arbeiten eng und seit Jahren mit der SGA zusammen. Dass der neue linke Zuger Nationalrat nicht von der SP ist, damit haben wir gar keine Probleme, sondern freuen uns vielmehr über den gewonnenen Sitz.

Vor vier Jahren hat es im Kanton Zug zu keinem linken Nationalratssitz gereicht. Und haben wir uns von der SP selber zuzuschreiben, weil wir damals keine gute Strategie gefahren sind. Gemeinsam mit der SGA hat es nun gereicht.

Das Rot-Grüne Lager hat in diesem Wahlgang sowohl im Ständerat als im Nationalrat Sitze gewonnen, wie bewerten Sie diese Erfolge?

Die Schwäche der CVP und FDP führt dazu, dass eine bürgerliche Partei immer dominanter wird, die die Schweiz mit ihrer Politik in die Isolation treiben will. Umso wertvoller ist es, dass die Stimmbürgerinnen und -bürger mit dieser Wahl ein Zeichen gesetzt haben.

Die SVP hat in einer ersten Stellungsnahme der SP vorgeworfen, sie würde von der schlechten wirtschaftlichen Lage profitieren.

Schaut man die Geschichte der SP Schweiz an, zeigt sich, dass es nie die Linke, sondern immer die Rechte war, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten profitiert hat. Wir schüren keine Ängste und ziehen schon gar nicht politischen Profit aus den Unsicherheiten in der momentanen Wirtschaftssituation. Das ist die Aufgabe anderer.

(bsk, news.ch /news.ch)

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