Wegen «Hitlergruss» nach Hause geschickt

publiziert: Freitag, 19. Aug 2005 / 14:59 Uhr

Bern/Isone - Zwei Unteroffiziere und zwei Rekruten der Grenadier-RS Isone TI sind gestern Abend nach Hause geschickt worden. Sie grüssten sich innerhalb einer Gruppe mit Hitlergruss und äusserten sich rassistisch und rechtsextrem.

Peinliche Szene für dei Schweizer Armee: Rekruten grüssen sich mit «Hitlergruss». Bild: Archiv.
Peinliche Szene für dei Schweizer Armee: Rekruten grüssen sich mit «Hitlergruss». Bild: Archiv.
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grenadie.ch-Forum
Im Forum auf gredanier.ch äussern sich viele bestürzt über den Vorfall. Ein Forumseintrag liesst sich so: «Würde mich schon richtig ansch... und beschämen, wenn sich das als wahr herausstellt!»
www.grenadier.ch/cgi-bin/ib/ikonboard.cgi?act=ST&f=1&t=1558

Die Entlassung sei auf dem administrativem Weg erfolgt, sagte Armeesprecher Felix Endrich zu einer Mitteilung des Departements für Bevölkerungsschutz, Verteidigung und Sport (VBS). Die Fachstelle Extremismus nehme nun weitere Abklärungen vor.

Namentlich soll untersucht werden, ob die vier Wehrmänner schon vorher als Rechtsextreme auffielen und in der einschlägigen Szene bekannt sind. Allfälligen bereits erfolgten Strafuntersuchungen oder Verurteilungen wird laut Endrich auch nachgegangen.

Zurückhaltendes Verhalten

Dass die beiden Unteroffiziere in ihrem militärischen Werdegang bisher nicht auffielen, erklärt sich der Armeesprecher mit ihrer möglichen Zurückhaltung.

Aufgrund der eingeleiteten Abklärungen wird entschieden, wie es mit den Vieren weitergeht, sagte Endrich. Die möglichen Sanktionen wegen Verstosses gegen das Dienstreglement reichen von Arrest über Busse bis zu Umteilung, Beförderungs- und Aufgebotsstopp.

Armeeausschluss

Letzte Konsequenz wäre ein Ausschluss aus der Armee, erklärte Endrich. Dazu wäre aber die Verurteilung durch ein Strafgericht wegen eines Verstosses oder eines Verbrechens, die Verurteilung zu Zuchthaus durch ein Militärgericht, eine Bevormundung oder ähnliches die Voraussetzung.

(bsk/sda)

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