Welby: Arzt stellte Beatmungsgerät ab

publiziert: Donnerstag, 21. Dez 2006 / 14:36 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 21. Dez 2006 / 15:17 Uhr

Rom - Ein italienischer Arzt hat das Beatmungsgerät des schwer behinderten Piergiorgio Welby abgestellt und damit seinen Tod eingeleitet. Der Anästhesist Mario Riccio bestritt, dass er damit Sterbehilfe geleistet habe.

Sterbehilfe ist in Italien verboten.
Sterbehilfe ist in Italien verboten.
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«Welbys Fall ist keine Frage von Euthanasie. Hier ging es darum, dass ihm eine medizinische Behandlung verweigert wurde», sagte Riccio bei einer Medienkonferenz in Rom.

Er habe dem 60-jährigen Welby ein Betäubungsmittel gegeben und ihm dann den Beatmungsschlauch abgenommen. Zuvor hatte ein Parlamentsabgeordneter erklärt, Welby sei eines natürlichen Todes gestorben. Sterbehilfe ist in Italien verboten.

Kampf für Sterbehilfe

Der bis auf die Augenmuskeln gelähmte Welby hatte aber dafür gekämpft, sie zu erhalten. Sein Fall löste eine heftige Debatte in dem katholischen Land aus. Zuletzt hatten sich zahlreiche Ärzte und Politiker freiwillig angeboten, Welby zur Hand zu gehen und sein Beatmungsgerät abzuhängen.

Welby wäre in der kommenden Woche 61 Jahre alt geworden. Er litt an einer fortgeschrittenen Muskelschwäche, die ihn bei geistiger Klarheit fast vollständig bewegungsunfähig machte.

(ht/sda)

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