Weiter Handlungsbedarf

Weltweiter Kampf gegen Armut macht Fortschritte

publiziert: Donnerstag, 9. Jul 2015 / 09:50 Uhr
Weltweit eine stabile Mittelschicht zu etablieren, kommt aber nur langsam voran.
Weltweit eine stabile Mittelschicht zu etablieren, kommt aber nur langsam voran.

Washington - Der Kampf gegen die Armut hat im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends Fortschritte gemacht. Von 2001 bis 2011 habe es «einen historischen Rückgang der globalen Armut» gegeben, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie des US-Instituts Pew Research Center.

1 Meldung im Zusammenhang
Der Anteil der Weltbevölkerung, die mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen muss und daher als "arm" eingestuft wird, sei in dem Zeitraum von 29 auf 15 Prozent zurückgegangen. Allerdings erreichten die meisten Aufsteiger nur die nächsthöhere Einkommensstufe von zwei bis zehn Dollar täglich.

Ein solches niedriges Einkommen hatten der Studie zufolge 2011 insgesamt 56 Prozent der Weltbevölkerung. 2001 waren es demnach 50 Prozent gewesen.

Der Anteil der Menschen mit mittlerem Einkommen und Einkommen im oberen mittleren Bereich zwischen zehn und 50 Dollar stieg der Untersuchung zufolge im gleichen Zeitraum von 14 auf 22 Prozent. Die Bemühungen, weltweit eine stabile Mittelschicht zu etablieren, kämen aber nur langsam voran, konstatierte das Forschungsinstitut.

Trotzdem weiterhin Handlungsbedarf

Den grössten Zuwachs an Aufstiegen aus der Armut in die Mittelschicht waren laut Pew Research in China, Südamerika und Osteuropa festzustellen. In Indien, Südostasien und Zentralamerika habe sich die Mittelschicht hingegen kaum vergrössert.

Trotz der Fortschritte sieht das Pew Research Center weiter Handlungsbedarf. Die Kluft zwischen den Lebensbedingungen der Industrieländer und der Schwellen- und Entwicklungsländer habe sich im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts "kaum verkleinert". 2001 hätten 91 Prozent der reichsten Menschen der Welt in Nordamerika und Europa gelebt, 2011 lag der Anteil den Angaben zufolge bei 87 Prozent.

(jbo/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Achtens Asien China galt kurz nach der Gründung der Volksrepublik in den 1950er-Jahren als das ärmste Land der Welt. Seit Beginn ... mehr lesen
Abfallsammlerin in Anyang: noch 70 Millionen Chinesen leben in absoluter Armut.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Auf dem Dach des Moore Laboratory des Caltech wird Strom aus dem Weltall empfangen.
Auf dem Dach des Moore Laboratory des Caltech wird Strom ...
Ein Prototyp des Space Solar Power Project (SSPP) des Caltech hat erfolgreich seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, drahtlos Energie im Weltraum zu übertragen und zum ersten Mal nachweisbare Energie zur Erde zu senden. mehr lesen 
Sie warten und reparieren Gebäude, observieren die Natur und transportieren Güter: Drohnen und Roboter können in unserem Leben künftig eine grosse Rolle spielen. Mit dem «DroneHub» soll im Forschungs- und ... mehr lesen
Mensch und Maschine: Im «DroneHub» im NEST sollen zusammen mit der Industrie die Weichen für eine künftige Koexistenz von Menschen und Drohnen gestellt werden.
Physiklaborant-Lernende Sofie Gnannt und Nick Cáceres präsentierten ihr Projekt über die Kunststofftrennung mit Terahertzstrahlung am Finale des 57. Wettbewerbs von «Schweizer Jugend forscht».
Dübendorf, St. Gallen und Thun, 16.05.2023 - Wer beim nationalen Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» eine besondere Leistung ... mehr lesen  
Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT haben Forscher:innen einen bahnbrechenden Erfolg erzielt: Sie können die Gedanken von Menschen aus ihren Gehirn-Scans in Worte fassen. Vielleicht lässt sich diese Methode sogar auf Träume anwenden. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 12°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 12°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 11°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Luzern 12°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 14°C 27°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten