Wen Jiabao in Bern: Polizei lässt Tibet-Aktivisten laufen
publiziert: Dienstag, 27. Jan 2009 / 22:25 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Jan 2009 / 23:05 Uhr

Bern - Die Berner Kantonspolizei hat im Zusammenhang mit dem Besuch des chinesischen Premiers Wen Jiabao in Bern 21 Personen vorübergehend festgenommen. Kurz nach 18 Uhr waren laut der Polizei alle wieder auf freiem Fuss.

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In Polizeigewahrsam genommen wurden sie wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Trotz mehrmaliger Aufforderung hätten die 21 Personen die Abschrankungen am Rand des Bundesplatzes nicht verlassen, heisst es.

Unter ihnen war auch Loten Namling, ein Vertreter der Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein. Er hatte zuvor mit zahlreichen Journalisten über die Menschenrechtslage in Tibet gesprochen. Die Situation im Tibet sei so schlimm, dass seine Organisation etwas machen müsse, hatte Loten gegenüber der Nachrichtenagentur SDA gesagt.

Vorgegangen sei die Polizei wegen des hohen Gefährdungsgrads des ausländischen Gasts. Die Demonstranten müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Ausschreitungen blieben aus. Die Kantonspolizei hatte ab 13 Uhr die Umgebung des Bundeshauses weiträumig abgesperrt.

Protest war angekündigt

Die Tibet-Aktivisten hatten ihren Protest gegen den Besuch des chinesischen Premiers in Bern bereits am Morgen angekündigt. Eine Bewilligung dafür hatten sie nicht. Die Situation im Tibet sei so schlimm, dass seine Organisation etwas machen müsse, hatte Loten gegenüber der Nachrichtenagentur SDA gesagt.

Empfang durch Bundespräsident Merz

Die chinesische Delegation wurde unter der Leitung von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz in Bern empfangen. «Stabile Wirtschaftsbeziehungen setzen stabile Finanzmärkte voraus», sagte Merz an einer Medienorientierung. Der gegenseitige Wunsch nach einer Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei daher eine logische Folge.

China erklärte sich bei dem Arbeitstreffen bereit, noch in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz abzuschliessen. Dies begrüsse die Schweiz sehr, sagte Merz. Zudem unterzeichneten Bundesrätin Doris Leuthard und der chinesische Handelsminister Chen Deming ein Invesitionsschutzabkommen.

Auch die Menschenrechte wurden bei dem gemeinsamen Gespräch angesprochen. Die Menschenrechtslage im Tibet kam allerdings nicht zur Sprache.

(fest/sda)

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