Weniger Asylgesuche im letzten Jahr

publiziert: Freitag, 21. Jan 2005 / 12:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Jan 2005 / 13:33 Uhr

Bern - Die Zahl der Asylgesuche ist in der Schweiz im vergangenen Jahr um 32,3 Prozent zurückgegangen. 14 248 Personen haben 2004 in der Schweiz um Asyl nachgesucht - so wenig wie nie seit 1987.

14 248 Personen haben 2004 in der Schweiz um Asyl nachgesucht.
14 248 Personen haben 2004 in der Schweiz um Asyl nachgesucht.
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Das Bundesamt für Migration (BFM) führt den Rückgang auf zwei Ursachen zurück. Es habe im vergangenen Jahr weniger Konflikte gegeben, was zu einem generellen Rückgang der Gesuche in ganz Europa geführt habe, sagte BFM-Sprecher Mario Tuor auf Anfrage.

Der Rückgang der Asylgesuche sei in der Schweiz jedoch höher ausgefallen als im übrigen Europa. In den ersten neun Monaten 2004 wurden in Westeuropa rund 20 Prozent weniger Gesuche verzeichnet. In der Schweiz waren es laut Tuor dagegen 28 Prozent.

6789 Asylgesuche weniger

Diesen grösseren Rückgang in der Schweiz führt das BFM auf die verschärfte Asylpolitik zurück. Massnahmen wie der Sozialhilfestopp bei Nichteintreten, die Beschleunigung des Asylverfahrens und die konsequente Vollzugspolitik hätten den Rückgang bewirkt, teilte das BFM mit.

In absoluten Zahlen gemessen ging die Zahl der Asylgesuche im vergangenen Jahr um 6789 zurück, wie das BFM weiter schreibt. Gleichzeitig befanden sich Ende Dezember 55 103 Menschen im Asylprozess, was einem Rückgang um 9453 (14,6 Prozent) entspricht.

Vor allem aus Südosteuropa

1555 Personen wurde Asyl gewährt, wie das BFM weiter schreibt. Dies entspreche einer Anerkennungsquote von 9,2 Prozent gegenüber 6,7 Prozent im Vorjahr. Auf 5193 Gesuche wurde im vergangenen Jahr nicht eingetreten. 10 080 Gesuche wurden abgelehnt und weitere 2329 zurückgezogen oder abgeschrieben.

2004 standen 19 730 Abgängen 14 248 neue Gesuche gegenüber. 2598 Personen seien selbständig ausgereist, schreibt das BFM weiter. 2330 Menschen seien zurückgeführt worden und 10 525 unkontrolliert abgereist.

Die meisten Asylsuchenden stammen laut BFM nach wie vor aus Südosteuropa, obwohl die Gesuche von Menschen aus diesen Ländern 2004 überdurchschnittlich stark zurückgingen. Die meisten Asylsuchenden stammten aus Serbien und Montenegro, gefolgt von der Türkei und Georgien.

(rp/sda)

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