Weniger kassenpflichtige Medikamente

publiziert: Sonntag, 27. Feb 2005 / 14:14 Uhr

Bern - Medikamente gegen so genannte Bagatellerkrankungen sollen nicht mehr von den Kassen bezahlt werden. Für kassenpflichtige Präparate soll ein höherer Selbstbehalt gelten.

Die Medikamente sollen in vier Gruppen eingeteilt werden.
Die Medikamente sollen in vier Gruppen eingeteilt werden.
1 Meldung im Zusammenhang
Das schlagen die Pharmaindustrie und der Krankenkassenverband vor. Alle Medikamente, die in der Schweiz von den Krankenkassen bezahlt werden, sind auf der Spezialitätenliste aufgeführt.

Laut einem noch unveröffentlichten Arbeitspapier des Branchenverbandes Interpharma und des Krankenkassenverbandes santésuisse sollen die gut 2200 Medikamente der Liste neu in vier Gruppen eingeteilt werden.

Arbeitspapier als Diskussionsgrundlage

Thomas Cueni, Generalsekretär von Interpharma, bestätigte einen entsprechenden Artikel der SonntagsZeitung. Das Arbeitspapier enthalte Vorschläge, die nun mit medizinischen Experten diskutiert werden sollten, betonte er.

Die erste Gruppe umfasst Arzneimittel gegen leichte Befindlichkeitsstörungen, die unbehandelt nicht zu chronischen Erkrankungen, Invalidität oder Tod führen. Dazu gehören Hustensirup, Venensalben oder Nasentropfen. Diese Medikamente sollen von der Spezialitätenliste gestrichen werden.

Höherer Selbstbehalt

In der zweiten Gruppe finden sich Präparate gegen Krankheiten mit geringem Leidensdruck. Dazu gehören einige Schmerzmittel, Beruhigungsmittel oder Abführmittel. Für diese Medikamente wird ein deutlich höherer Selbstbehalt vorgeschlagen. Laut Cueni geht man von etwa 50 Prozent aus. Heute liegt der Selbstbehalt generell bei 10 Prozent.

Für Medikamente zur Bekämpfung von schweren Krankheiten, die durch dauerhafte gesundheitsfördernde Massnahmen gemildert oder gebessert werden können soll der Selbstbehalt leicht erhöht werden. Nach Angaben Cuenis geht es dabei um rund 30 Prozent. Zu dieser Gruppe gehören starke Schmerzmittel, die bei Rückenleiden eingesetzt werden.

Unverändert bliebe der Selbstbehalt für Arzneimittel gegen Krankheiten, die ohne Behandlung zu vorzeitiger Invalidisierung oder Tod führen. Wichtig sei, dass diese Vorschläge nicht an der heutigen Franchisenregelung vorbeiwirken sollen, sagte Cueni. Wenn jemand die Franchisenhöhe erreicht habe, entstünden für ihn keine zusätzlichen Kosten.

(rp/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Zahl der zugelassenen ... mehr lesen
Meldungen über Nebenwirkungen von Medikamenten  nahmen zu.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bei den CBD Blüten, die auch als CBD Buds bezeichnet werden, handelt es sich um die Knospen der weiblichen Hanfpflanzen.
Bei den CBD Blüten, die auch als CBD Buds bezeichnet werden, handelt es sich ...
Publinews CBD wird heutzutage bei vielen verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden eingesetzt. Mittlerweile gibt es das CBD auf dem Markt in unterschiedlichen Darreichungsformen, so dass eine Entscheidung nicht unbedingt leicht fällt. mehr lesen  
Publinews Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist die perfekte Lösung, um Rückenschmerzen vorzubeugen. mehr lesen  
Oft nimmt man beim Arbeiten am klassischen Schreibtisch eine verkrampfte Position ein.
Nächstes Jahr sind die höchsten Steigerungen der Krankenkassenprämien seit 20 Jahren zu erwarten.
Publinews Im nächsten Jahr 2023 ist mit einem starken Anstieg der Krankenkassenprämien von bis zu 10% zu rechnen, wie ... mehr lesen  
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt haben gezeigt, dass eine neue Klasse synthetischer Wirkstoffe sich gezielt auf die Schwachstellen eines Krankheitserregers hin ausrichten lässt ... mehr lesen
Neuer, vielversprechender Ansatz im Kampf gegen Impfektionskrankheiten.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 0°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 1°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wechselnd bewölkt
Bern -1°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Luzern 0°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt wechselnd bewölkt
Genf -1°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano 2°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten